Dienstag, 29. Dezember 2015

Und - zack - ist Weihnachten schon wieder vorbei!

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mich schafft dieses permanente sonnige Wetter. 
Zumindest nehme ich an, dass meine Dauermüdigkeit damit zu tun hat.
Obwohl es heute kühler ist, als in den letzten Tagen (eigentlich Wochen), 
konnte ich meine Weihnachtsdeko nicht mehr sehen und ich habe alles weggeräumt. 
Komisch, das Herräumen macht viel mehr Spaß und irgendwie auch weniger Arbeit.
Farblich brauche ich wieder etwas mehr Ruhe und bin auf schwarz-weiß umgestiegen.


Auf dem Tisch steht das hübsche, japanische Teegeschirr.


An der Wand hängt ein schwarz-weißer Quilt.


Die Sitzbank zieren schwarz-weiße Kissen.


Und auf dem Beistelltisch finden sich meine geliebten Keramikkugeln.


Sehr kreativ bin ich zur Zeit auch nicht,
ich habe keinen Elan und keine zündende Idee.
Hoffentlich ändert sich das wieder im neuen Jahr, der Zustand gefällt mir nicht.

Für eure Treue im letzten Jahr und all die liebenswürdigen Kommentare 
bedanke ich mich sehr herzlich.
 Ihr seid einfach die Besten!

Ich wünsche euch für das Neue Jahr viel Glück, Gesundheit und einen Haufen Geld!
Rutscht gut hinüber!
Eure Renate D.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum..........


Seit Sonntag steht dieser kleine, mit Strohsternen und roten Kerzen 
geschmückte Christbaum bei mir im Atelier.


Auf dem großen Tisch wurde der Strauß aus Tannenzweigen noch ein wenig aufgehübscht ......


........und es gesellte sich ein prächtiger Rauschgoldengel dazu.


Den Engel hat vor Jahren eine Freundin von mir gefertigt.


Sieht er mit seinem Porzellangesicht nicht entzückend aus?

Damit wünsche ich euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben.
Macht es euch schön und seid nett zueinander.


Freitag, 18. Dezember 2015

Wohnen in Büchern

Nein - ich meine nicht Wohnen MIT Büchern, 
sondern tatsächlich Wohnen IN Büchern bzw. Romanen.
Es gibt einige Erzählungen, 
in denen Autoren Häuser oder Wohnungen eine zentrale Rolle spielen lassen.
Spontan fallen mir das
Haus der Buddenbrooks aus dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann ein,
das Rosenhaus aus "Nachsommer" von Adalbert Stifter,
der Landsitz Manderley aus "Rebecca" von Daphne du Maurier
und der alte Turm aus Horst Biernaths "Vater sein dagegen sehr"
(den habe ich immer besonders geliebt).


Es bereitet mir großes Vergnügen, solche Beschreibungen zu lesen, 
die oft sehr ausführlich und detailverliebt daherkommen. 

Auf die Idee, diesem Thema einen Post zu widmen, brachte mich das Buch 
Das Buch ist randvoll mit Einblicken in verschiedenste Wohnsituationen, 
versehen mit den passenden literarischen Zitaten.

Aber nun zu den Wohn-Beschreibungen, die ich euch vorstellen möchte.
Heute werdet ihr gefordert, denn es gibt einiges zu lesen!


Besonders geliebt habe ich immer die Beschreibung, 
wie die karge, ärmliche Dachkammer aus Frances Hodgson Burnetts "Prinzessin Sara"(hier)
und (hier) in ein warmes, gemütliches Zimmer verwandelt wurde.

"Das Wunder war wieder am Werk gewesen und hatte sogar noch mehr getan, als zuvor. Das Feuer loderte im Kamin und die hellen Flammen hüpften fröhlich auf und ab. Viele neue Dinge waren in ihr Zimmer gebracht worden, so dass die Dachkammer ganz verändert aussah. Wenn Sara nicht schon alle Zweifel überwunden hätte, dann hätte sie sich sicher die Augen gerieben. Auf dem niedrigen Tisch stand ihr Abendessen - und dieses Mal war auch ein Teller und eine Tasse für Becky dabei. Ein glänzendes, schweres, mit ungewöhnlichen Stickereien verziertes Tuch bedeckte den schäbigen, abgestoßenen Kaminsims. Darauf standen allerlei hübsche Nippsachen. All die hässlichen, nackten Dinge waren jetzt unter Tüchern verborgen und das Zimmer sah viel wohnlicher aus. An den Wänden hingen herrliche, farbenfrohe Stoffe, die mit feinen, spitzen Nägeln befestigt waren, mit Nägeln, die so spitz waren, dass man sie ohne Hammer in die Wand drücken konnte. an einigen Stellen hingen zur Dekoration prächtige Fächer aus Straußenfedern und überall lagen dicke Sitzkissen herum. Eine Holzkiste war mit einem Teppich zugedeckt. Darauf lagen kleine Kissen, so dass das Ganze wie ein Sofa aussah."



Eine Küche, wie man sie nur träumen kann, 
wird im Roman "Die Entwurzelten" von James Jones beschrieben.  


"Sie befanden sich in der Küche. Aber was für eine Küche! Mindestens fünfundzwanzig Fuß breit und bestimmt fünfzig bis sechzig Fuß lang. Sie war riesig. Schränke und Bufetts und im vorderen Teil noch Küchengerätschaften nahmen ihr von ihrer Größe nur wenig; eine nicht ungewöhnlich hohe Decke verstärkte den Eindruck der gewaltigen Länge; fünf große Tragbalken, die quer durch den Raum liefen, ließen sie noch mächtiger erscheinen. Dave hatte plötzlich das Gefühl, sich in dem riesigen Saal einer mittelaterlichen Burg zu befinden. Am anderen Ende, in der sich zwischen den parallelen Wänden verjüngenden Perspektive, erhob sich ein großer Kamin aus Ziegelsteinen, weiß getüncht, gut fünf Fuß hoch, bei einer Breite von sieben oder acht Fuß. Zu beiden Seiten von ihm Bücherregale. Im Kamin loderte hoch und hell ein Feuer. -------
Der hintere Teil des Raums, um den Kamin herum, in dem noch ein paar alte, schmiedeeiserne Haken hingen, war wohnlich hergerichtet. Zwei nicht teuer wirkende Sofas standen einander gegenüber, im rechten Winkel zum Kamin, um die Breite des Kamins voneinander entfernt; zwischen ihnen ein niedriger, runder Rauchtisch. Hinter einem der Sofas, in einem Abstand, der kaum ein Durchgehen ermöglichte, stand ein großer, dunkler, schwerer alter Tisch, mit starken gedrechselten Füßen; um ihn herum einige Windsorstühle. Der Tisch war zum Essen gedeckt mit schwerem, dickem Restaurantporzellan, ein altmodisches, olivgrünes Porzellan, wie man es vor Jahren in chinesischen Restaurants finden konnte. Unter allen diesen Möbeln, jedenfalls fast unter allen, lag der größte indianische Teppich, den Dave jemals gesehen hatte, mit einem lebhaften Muster kontrastierender Farben. Er reichte fast von der einen Wand zu anderen. An beiden Enden standen zwei tiefe Sessel, neben jedem eine Stehlampe zum Lesen. In der einen Ecke eine große Musiktruhe, ringsum Regale mit Platten. Auch an den Seitenwänden standen Bücherregale, und über ihnen, nahe der Decke, hingen altmodische Tellerborde mit einer bunten Sammlung von alten Zinnsachen, deutschen Bierkrügen und handbemalten Tellern - soweit Dave es zu erkennen vermochte -, Bilder von dicken Mönchen, Jagd- und Trinkszenen. Es war ein Raum, wie es ihn eigentlich nur in den Träumen von Künstlern gab; er selber hatte früher von solchen Räumen geträumt."

Für diese Beschreibung einer Küche fehlt mir leider ein passendes Foto.

Und noch ein Beispiel eines Raumes, diesmal aus dem Roman
"Die Zeit danach" von Cordula Broicher


"Vor einer dunkelrot getünchten Wand stand ein offener, cremefarbener Kamin, neben dem auf einem Regal aus roh behauenem Holz das Kaminholz aufgeschichtet war. In sicherem Abstand davor standen zwei bequem aussehende Ohrensessel aus dunkelrotem Leder samt bunten Kissen und passenden Fußhockern. Unter ihnen lag ein rechteckiges Stück Sisalteppich. 
Zwischen den Sesseln stand ein kleiner Beistelltisch aus dunkel gebeiztem Nussbaum, der als Ablagefläche führ mehrere Frauenzeitschriften diente und ihm signalisierte, dass sich Anna anscheinend gerne hier aufhielt.
Dominiert wurde der Raum jedoch von einem Quilt. Etwa dreieinhalb Quadratmeter groß, erstreckte er sich beinahe vollständig über eine in hellem Ocker verputzte Wand an der Kopfseite des Raumes - eine ungeheure, kaum gebändigte Explosion in Rot und Orange. 
Ein dunkelrotes Universum explodierte oder ein Planet, ein Herz, ein Gedanke - was auch immer. Fasziniert drehte er sich einen der Ohrensessel in die entsprechende Position und setzte sich hinein, ohne den Quilt aus den Augen zu lassen.
Winzige Bestandteile dieses Etwas wurden kreuz und quer über den Quilt gefeuert. Von Gold bis Purpur, Smaragd bis Türkis, Quadraten, Dreiecken und Kreisen, waren alle Farben und Formen enthalten." 


Haben es einige von euch bis hierher geschafft?
Dann mögt ihr sicher auch diese speziellen Abschnitte in Romanen, in denen es ums Wohnen geht.

Wäre es nicht schön, wenn es ein Buch mit all den phantasievollen Beschreibungen der Wohnungen und Häuser aus Romanen gäbe, vielleicht von einem Künstler illustriert?
Das würde mir gefallen und es fände sicher einen Platz in meinem Bücherschrank.

"Ich fand immer schon, dass man einen Menschen erst kennt, 
wenn man sein Zuhause gesehen hat, 
seine Bücher, seine Bilder, die Art, wie er seine Möbel aufstellt."
Zitat aus "Ende eines Sommers" von Rosamunde Pilcher

Falls euch weitere Beispiele einfallen,  wäre ich für einen Hinweis in eurem Kommentar dankbar.


Nun wünsche ich euch ein wunderschönes 4. Adventwochenende.
Leider sind die Temperaturen sehr warm und die Vögel zwitschern,
als ob der Frühling vor der Türe steht.


Mittwoch, 9. Dezember 2015

Atelier-Impressionen

So richtige Advents-Stimmung mag sich bei mir in diesem Jahr nicht einstellen. 
Kann sein, dass es mit dem anhaltend warmen und sonnigen Wetter zu tun hat 
(am Montag konnten wir mittags im Zallis-Gastgarten essen!!!!). 

Nun ist es zwar heute trüb und regnerisch, aber das bringt auch nicht die richtige Stimmung.

Da es sonst nichts Neues bei mir gibt, zeige ich nur ein paar Impressionen aus dem Atelier.







Wenn nach Beendigung einer Arbeit Stoffe übrig bleiben, regt das sofort meine Phantasie an. 
 Und so entstand aus den restlichen Streifen des "Konfetti"-Quilt-Bindings  dieses große Kissen.


Sonntag, 6. Dezember 2015

Sunday Inspiration

Mein heutiger Beitrag zu den  Sunday Inspirations von Ines ist ein Buch, 
genauer gesagt ein Bilderbuch.
Und zwar dieses hier:
"Die Fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore"


"Mister Morrs liebte Worte. 
Er liebte Geschichten.
Er liebte Bücher."

Ich liebe Bücher auch sehr und ganz besonders, 
wenn sie so liebevoll gestaltet sind, wie dieses.
Es ist ein Bilderbuch für Erwachsene oder eines, 
das man mit Kindern anschaut.

"Eine Liebeserklärung an die wunderbare Welt der Bücher.
Misster Morris Lessmore liest und schreibt für sein Leben gern.
Doch eines Tages wirbelt ein schwerer Sturm seinen geordneten Alltag 
gehörig durcheinander und Morris landet in einer seltsamen 
Schwarz-Weiß-Welt... dort begegnet ihm ein freundliches Wesen, das ihn
zu einem farbenfrohen Haus führt. Ein Haus, in dem nur Bücher leben."

Basierend auf dem Oscar-pr#mierten Kurzfilm
"The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore"
 

Damit verlinke ich mich wieder beim Sunday Inspiration von Eclectic Hamilton.


Mittwoch, 2. Dezember 2015

"Konfetti"-Quilt ist fertig

Gestern habe ich das Binding fertig angenäht und nun ist das Prachtstück fertig!
Ich bin ganz verliebt in ihn und finde, der Name "Konfetti" passt perfekt!


Es haben aber auch besonders schöne Stoffe für die farbigen Tupfer Verwendung gefunden.
Die weißen Hexagons sind alle aus alter Bettwäsche.


Wen es interessiert, der kann hier noch einen genaueren Blick auf mein Quiltmuster werfen.


Der Quilt ist handgenäht (bis auf den Rand) und handgequiltet.


Für das Binding kamen Stoffe zum Einsatz, die ich auch für die Hexagons verwendet hatte. 
Ich nähte Streifen einfach ohne Konzept aneinander und finde, es sieht gut aus. 


Hier noch ein Blick auf den kompletten Quilt.


Große: 223 x 141 cm.

Meine Erkältung verzieht sich nur langsam.
Aber so ist das halt mit Erkältungen, die muss man aussitzen.