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Donnerstag, 8. Dezember 2022

Dezembersonne


Wenn die Sonne im Dezember schräg steht, wirft sie ein völlig anderes Licht durch die Atelierfenster, als in den übrigen Monaten. Da finden sich dann neue reizvolle Motive für die Kamera.



 Hier bestrahlt die schräge Sonne die Grünpflanzen und einen Bücherstapel auf dem Ateliertisch und schneidet ein schräges Eck in den Quilt, der an der Wand hängt.  


Als ich für das neue Bild von Peter Enzinger, das vor kurzem in mein Atelier eingezogen ist, einen Platz suchte und fand, musste ich für das kalligraphische Zitat über Farbe, das meine Freundin Friederike geschrieben hatte, einen neuen Platz finden. Der fand sich idealerweise neben dem Quilt, mit dem es farblich perfekt harmoniert.

Mittwoch, 29. September 2021

Warum ein Artikel mich veranlasste, Bilder in meiner Küche zu fotografieren

Von der  Autorin Lee Randall  erschien im Geo Magazin ein Artikel mit dem Titel

"Warum wir unseren Krempel lieben sollten".

Der Artikel sprach mich sehr an, liebe ich doch auch all meinen "Krempel". Ich mag die Dinge, die mich umgeben, betrachte sie mit Befriedigung und erfreue mich an ihnen. Sie geben mir das Gefühl "hier bin ich zu Hause" und ich glaube sogar, sie beflügeln meine Kreativität!

 Dazu gehören meine Bücher, meine gesammelten Porzellan-Schätze, Dinge aus meiner Vergangenheit an denen ich hänge, meine Stoffe, meine Quilts......", bestimmt fehlen noch einige Dinge! 

"In den Dingen manifestiet sich die Persönlichkeit ihrer Eigentümer" , behauptet der Psychologe Mihály Csíkszentmihály. "Sie binden uns ein in die Gegenwart, seien Erinnerungen der Vergangenheit, Wegweiser in die Zukunft. "

So habe ich heute die Bilder, die in meiner Küche hängen, mit anderen Augen betrachtet. 


Dieses, in naiver Manier auf Karton gemalte Bild, zeigt das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits. Sie stammten aus dem Sudetenland und mussten ihre Heimat bei Kriegsende unter Zurücklassung all ihrer Besitztümer verlassen. Wie dieses Bild gerettet wurde, ist mir leider nicht bekannt, aber vielleicht wollten sie wenigstens ein Bild ihres ehemaligen Zuhauses behalten und retten. Das Bild ist signiert und datiert mit der Jahreszahl 1940. 
Ich liebe dieses Bild, es zeigt eine idyllische heile Welt, die aber zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr existierte.


Das runde Bild ist der Deckel einer von mir vor vielen Jahren bemalten Spanschachtel, deren Korpus irgendwann kaputt gegangen ist. 


Vorbild für das Motiv war ein Bild von Marlis Hoops aus dem Buch "Katzenmärchen aus aller Welt".

Wenn noch jemand unter euch ist, der seinen Krempel liebt und an ihm hängt, der sollte den Artikel von Lee Randall lesen. Ich glaube, sie hat recht: Wir sind die Dinge die uns umgeben!





Dienstag, 22. September 2015

Dame mit Schleier

Soooooooo sehnlich habe ich darauf gewartet, 
heute kam endlich das Paket bei mir an.
Seht nur, was sich darinnen befand.


Es ist ein Leinwanddruck des Bildes "Dame mit Schleier" von Alexander Roslin.

Ich freue mich riesig, denn mit diesem Bild verbindet mich schon eine lange Liebe.
Als Kind durfte ich mit meiner Taufpatin die Rokoko-Ausstellung 1958 in München besichtigen.
Oh, ich liebte es, in Ausstellungen zu gehen 
und wenn ich in München zu Besuch war, 
gab es hin und wieder die Möglichkeit dazu.


Zu dieser Ausstellung gab es einen Katalog, den ich immer noch besitze. 
Leider sind alle Abbildungen nur in schwarz-weiß.





Doch ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es mir erging, 
als ich vor diesem Bild stand.
Ich war fasziniert von der anmutigen Schönheit der Dame, 
die ein wenig kokett und doch sehr ladylike 
unter ihrem Seidenschleier den Betrachter anblickt. 

Es war übrigens das einzige Bild in der Ausstellung, das mich so nachhaltig beeindruckte.



Das ist der Original-Katalog.


Vorläufig steht es bei mir im Wohnzimmer auf der Bilderleiste. 
Ich bin nicht sicher, ob es dort bleiben wird.


NACHTRAG:
ICH HABE ÜBER 1 MILLION KLICKS! 
Das ist unglaublich!

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