Von der Autorin Lee Randall erschien im Geo Magazin ein Artikel mit dem Titel
"Warum wir unseren Krempel lieben sollten".
Der Artikel sprach mich sehr an, liebe ich doch auch all meinen "Krempel". Ich mag die Dinge, die mich umgeben, betrachte sie mit Befriedigung und erfreue mich an ihnen. Sie geben mir das Gefühl "hier bin ich zu Hause" und ich glaube sogar, sie beflügeln meine Kreativität!
Dazu gehören meine Bücher, meine gesammelten Porzellan-Schätze, Dinge aus meiner Vergangenheit an denen ich hänge, meine Stoffe, meine Quilts......", bestimmt fehlen noch einige Dinge!
"In den Dingen manifestiet sich die Persönlichkeit ihrer Eigentümer" , behauptet der Psychologe Mihály Csíkszentmihály. "Sie binden uns ein in die Gegenwart, seien Erinnerungen der Vergangenheit, Wegweiser in die Zukunft. "
So habe ich heute die Bilder, die in meiner Küche hängen, mit anderen Augen betrachtet.
Dieses, in naiver Manier auf Karton gemalte Bild, zeigt das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits. Sie stammten aus dem Sudetenland und mussten ihre Heimat bei Kriegsende unter Zurücklassung all ihrer Besitztümer verlassen. Wie dieses Bild gerettet wurde, ist mir leider nicht bekannt, aber vielleicht wollten sie wenigstens ein Bild ihres ehemaligen Zuhauses behalten und retten. Das Bild ist signiert und datiert mit der Jahreszahl 1940.
Ich liebe dieses Bild, es zeigt eine idyllische heile Welt, die aber zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr existierte.
Das runde Bild ist der Deckel einer von mir vor vielen Jahren bemalten Spanschachtel, deren Korpus irgendwann kaputt gegangen ist.
Vorbild für das Motiv war ein Bild von Marlis Hoops aus dem Buch "Katzenmärchen aus aller Welt".
Wenn noch jemand unter euch ist, der seinen Krempel liebt und an ihm hängt, der sollte den Artikel von Lee Randall lesen. Ich glaube, sie hat recht: Wir sind die Dinge die uns umgeben!