Mittwoch, 23. April 2014

Kissen mit Delfter Motiven

Wenn eine Freundin Tischdecken ausmistet, macht sie damit auf dem Weg zur Mülltonne einen Zwischenstop bei mir, damit ich brauchbare Teile aussortieren kann.

So geschehen mit einer blau-weissen Tischdecke mit Delfter Muster.
Als ich diese in die Finger bekam, sah ich vor meinem geistigen Auge bereits kleine Delfter Kissen.
Heute habe ich diese drei Schätzchen genäht.
 

Die ausgeschnittenen Teile habe ich mit der Nähmaschine auf weißen Stoff appliziert.
Das Segelschiff war das Eckmotiv bei der Decke, deshalb habe ich es auf die Spitze gestellt.
Die Muster vom Rand wurden von mir absichtlich mit einbezogen, 
aber jetzt finde ich, dass es bei diesem Kissen nicht besonders gut aussieht.
 

Hier passt es ganz gut.


Und hier auch.


Aber insgesamt sehen sie doch ganz hübsch aus.


Freitag, 18. April 2014

Ein letztes Mal.................

...........zeige ich heute einige meiner selbst bemalten Ostereier.
Zumindest in diesem Jahr, 
für die Zukunft übernehme ich keinerlei Garantie in dieser Hinsicht.


Farbe und Muster adeln sie zu den elegantesten Exemplaren,
die in meiner Ostereier-Mal-Aera entstanden sind.
Diese Prachtstücke sind 1992 entstanden, wie man an der Datierung am rechten Ei sehen kann.


In meinem Post vom 3. April (klick) hatte ich beschrieben, 
dass ich meine selbst entworfenen Muster 
mit dem Pinsel auf Gänse-, Enten- und Hühnereier aufbrachte.
Wie man sieht, hatte ich eine Vorliebe für sehr exakte und symmetrische Muster.



Lediglich dieses Ei tanzte aus der Reihe.
Aber mit solch freier Mustergestaltung tat ich mich immer schwer, 
deshalb blieb es das einzige, auf diese Art gestaltete, Ei.


Das kleine Schälchen mit bemalten Eiern 
bleibt in diesem Jahr meine einzige Oster-Dekoration.


Ich wünsche euch ein 
wunderschönes, 
freundliches, 
harmonisches, 
gesegnetes 
und sonniges Osterfest!

Renate D.

Dienstag, 15. April 2014

Toile-de-Jouy

Zu den zauberhaftesten Stoffen, die ich kenne und liebe, gehören die Toile-de-Jouy. Die Muster zeigen meist liebevolle Darstellungen ländlichen Lebens. 

Seit langer Zeit besitze ich einen alten, ehemaligen Toile-de-Jouy-Vorhang, den ich hüte, wie einen kostbaren Schatz. Ab und zu überkommt mich die Lust, daraus etwas zu nähen.
Jetzt ist leider nur noch wenig davon übrig.

In letzter Zeit sind zwei kleine Kissen entstanden, die ich ganz entzückend finde.

 
Vor einigen Jahren nähte ich aus diesem Stoff bereits einen Quilt. 
Damit ich dafür nicht den ganzen Toile-de-Jouy verbrauchte, 
kombinierte ich ihn mit gestreiftem Bettwäsche-Damast.
Der Grundton ist ein warmes Creme-Weiß.



Jagd und Ernte werden auf reizvolle Weise dargestellt.


Sehr charmant ist die Szene mit den anmutigen Tänzern und dem Musikanten.


Dass der Stoff auch zu seinen Zeiten als Vorhang wertgeschätzt wurde, 
kann man an der sorgfältigen Ausbesserung auf den obigen Foto sehen.
Darum habe ich dieses Teil auch im Quilt mit verarbeitet.




Über die Toile-de-Jouy steht im "ABC der Stoffe und Stile" folgendes zu lesen:

"Das Toile-de-Jouy ist der vielleicht französischste aller Stoffe. Sicher ist, dass es der erste Stoff war, der weder Streifen noch Karos noch Blümchen zeigte, sondern stattdessen Kupferstich artige Bilder, wie etwa Schäfer Szenen, Pompeji-Motive, Chinoiserien, Glorifizierungen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges oder den Flug des ersten Heißluftballons - zum Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts aktuelle Zeitthemen. 
 Christophe-Philippe Oberkampf und sein Bruder Frédéric, beide Stoffdrucker aus Bayern, fanden, dass diese Sujets es wert wären, auf Stoff gedruckt zu werden. Sie hatten sich in dem kleinen Ort Jouy-en-Josas, unweit von Versailles, niedergelassen und produzierten dort mit einem Kupferplatten-Druckverfahren 1770 die ersten Toiles-de-Jouy. 
Sofort wurden diese "Stoffe aus Jouy" ein Hit - 1783 verlieh Louis XVI der Firma Oberkampf den Titel einer "Manufacture Royale". Bis heute sind Toiles-de-Jouy als Deko- und Bezugsstoffe, sowie als textile Wandbespannung aus der französischen Inneneinrichtung nicht wegzudenken. Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts erlebten sie nochmals eine regelrechte Renaissance, zum Teil auch in modernisierten Farbstellungen. Das klassische Toile-de-Jouy wurde immer auf weißen, damals aus Indien importieren Kattun gedruckt - in den typischen Druckfarben Rot und Rosa aus Krapp und Blau aus Färberwaid oder Indigo. "
(Quelle : ABC der Stoffe und Stile)

Sonntag, 13. April 2014

Nudeln mit grünem Spargel

Beim letzten Einkauf fand ich eine Nudelsorte von B.a.r.i.l.l.a., 
die ich vorher noch nie gesehen hatte. 
Auf der Rückseite der Packung stand ein Rezept für die Zubereitung mit grünem Spargel. 
Das Rezept klang einfach und schnell. 
Deshalb wanderten auch die anderen Zutaten in meinen Einkaufskorb. 
Leider war der Ricotta gerade ausverkauft 
und so habe ich ihn durch Brunch-Aufstrich Rahmstufe ersetzt.
Das Gericht hat Ähnlichkeit mit Spaghetti Carbonara, 
bekommt aber durch den grünen Spargel einen besonderen Pfiff.


Es hat so gut geschmeckt, dass ich mich glatt überfressen habe! :-)
Oh Mann, die Hose kneift!
Aber das war´s wert!

 
Ich habe eine Vorliebe für einfache und schnelle Rezepte, 
weil ich nicht gerne lange in der Küche stehe. 
Außerdem fange ich meist erst dann  zum Kochen an, 
wenn ich schon Hunger habe. 
Dann pressiert´s natürlich!


Und hier das Rezept von der Packung:


Ich habe den grünen Spargel natürlich nicht geschält. 
Das war nicht nötig.

Donnerstag, 10. April 2014

Kissen aus Flohmarkt-Servietten

Von meinen Flohmarkt-Besuchen bringe ich die unterschiedlichsten Beutestücke mit nach Hause.
Zum Beispiel blaue, gewebte Servietten mit Pferde-Motiven, 
die sich in meiner Vorstellung sofort zu kleinen Kissen verwandelten.

Von der Idee zu Fertigstellung dauerte es allerdings ein paar Monate. 
Wenn ich es mir recht überlege, ist dieser Flohmarkt schon sicher ein Jahr her. :-)
Heute setzte ich mich nun endlich an die Maschine 
und verarbeitete die Servietten zu den kleinen Kissen, 
die ich mir ursprünglich vorgestellt hatte.





Für die Rückseite verwendete ich einen blau-weiß gestreifen Stoff.



"Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand........'"




Dienstag, 8. April 2014

Lese-Stoff


Es ist nun schon einige Jahre her, da wurde ich von derAutorin Cordula Broicher kontaktiert. 
Sie schrieb an einem Roman, dessen Protagonistin in ihrer Freizeit Quilts nähte. 
Die Autorin selbst war keine Quilterin und wollte von mir hilfreiche Tipps, 
um entsprechende Sequenzen aussagekräftig beschreiben zu können.

So sah das Cover der ersten Auflage aus dem Jahr 2006 aus.
Darauf war auch mein Quilt "Letzte Rose" zu sehen.


Hier eine Leseprobe, 
wie Cordula Broicher ihre Hauptperson Anna mit einem neuen Quilt beginnen lässt:

"Zielsicher zog sie einen dunkelgrünen Leinenstoff hervor, der augenscheinlich grob gewebt, 
aber doch fein gearbeitet war. Grün, das war eindeutig die Farbe des Tages.
Dazu passte hervorragend der braune Feincord, den sie vor zwei Wochen günstig bei einem Ausverkauf erstanden hatte. Ohne zu zögern, griff sie weiter unten ins Regal und hielt den Cordstoff an das Leinen. Perfekt! Beschwingt legte sie die Stoffe auf ihren Zuschneidetisch 
und summte zufrieden vor sich hin.
Nun brauchte sie noch etwas Leuchtendes, etwas, das die Aufmerksamkeit des Betrachters 
direkt auf sich ziehen würde. 
Da fiel ihr Blick auf das Stück goldgelbe Seide, das von einem Quilt für Charlotte, den sie "Indischer Rausch" genannt hatte, übrig geblieben war.
Anna sprüte, wie sich ihr Bauch vor Anspannung zusammenzog und sie zunehmend kribbeliger wurde. Die goldene Seide würde die anderen Stoffe hervorragend ergänzen, überlegte sie und zog den Stoff streichelnd durch ihre Finger, bevor sie ihn ebenfalls auf den Zuschneidetisch legte.
Rasch ging sie wieder hinüber zum Regal, denn jetzt brauchte sie auf denen Fall noch ein passendes Rot. Trotz aller Erregung fuhr sie konzentriert mit der Hand über die roten Stoffe, bis sie an einem handgefärbten Stück Brokat hängen blieb. Genau das war es!
Aufgeregt legte sie alle Stoffe zueinenader und begutachtete den bunten Haufen, der vor ihr lag. Das grobe Leinen stellte einen handfesten Kontrast zu der edlen Seide dar und der kostbare Brokat schimmerte herrlich im Gegensatz zu dem schlichten Stück Cord.
Damit war ein Anfang gemacht!
Ungestüm griff Anna nach Skizzenblock und Beistift, zog sich ihren Stuhl heran und begann, 
ein Muster zu entwerfen."


So sah die Cover-Rückseite der Ausgabe von 2006 aus, die ebenfalls meinen Quilt "Letzte Rose" zeigte.

Mittlerweile ist der Roman von Cordula Broicher in überarbeiteter und verbesserter Form neu erschienen. 
Das Cover sieht jetzt so aus:

 Produkt-Information

Hier könnt ihr näheres über den Inhalt erfahren und das Buch bestellen: