Sonntag, 27. Dezember 2009

Diesen herrlichen Spaziergang über einen vom Rauhreif verzauberten Högl habe ich schon vor einigen Jahren gemacht. - Jetzt ist es ja aus den bekannten Gründen (gebrochener Fuß) nicht möglich.






Hier kommt die Kirche von Ulrichshögl in Sicht.

Ist die Birke davor nicht märchenhaft schön?


Am Stacheldrahtzaun hat sich ein "Spitzenjabot" gebildet.

Die Kirche von Ulrichshögl.

Der Eingang zum Friedhof.

Leider steht der Baum nicht mehr.

Im Dunst erhebt sich der Untersberg.

Und da hinten sieht man den Gaisberg.








Ein Blick zurück zur Ulrichshögler Kirche.
Dieses Buch gibt es leider nicht mehr im Handel, es ist bereits 1953 erschienen. Und es ist eine Liebeserklärung an den Högl:
"Einmal war er ein Berg, steil und klüftig wie der Staufen, aus Meerestiefen emporgefahren wie seine Gebrüder, der Watzmann, und der Untersberg. Aber die Eisströme haben ihn geschunden, gehobelt, niedergewalzt.
Ein Hügel nur noch, vielfach gebuckelt, ruht er nun, der "Högl", an einer der grünen Pforten zum Rupertiwinkel. Mit Nußbäumen, Linden und Eichen, mit weißen Kapellen und vielen schmucken Höfen winkt er ins Auenland hinab. Wiesen und Äcker breiten sich morgen- und mitternachtswärts zu seinen Füßen, die waldumsäumte Saalach durchströmt sie. Vom Mönchsberg grüßt die Feste Salzburg herüber; zärtlich eingebettet zwischen Erde und Himmel ruht die türmenreiche Stadt.
Im Mittag aber wächst Berg an Berg. Mit steilen schründigen Flanken stehen sie da, funkeln zu jeder Tagesstunde in vielen Farben. Die Wasser fahren an ihnen zu Tale, sammeln sich und lassen im klaren Spiegel der Seen das Widerbild der Felsenhäupter erschauen. Da drängt sich nun Gipfel an Gipfel, immer trotziger, immer ungemessener stürmen sie himmelwärts, der wachsenden Brandung vergleichbar, bis hinauf zu den Fürsten ihres Geschlechts. Mit klaren weißen Stirnen leuchten sie in den Aufruhr hinab, Hochkönig und Dachstein und über ihnen die Riesen der Tauern.
Der Högl, ein Zwerg, dem Menschen dienstbar, hat keinen Teil mehr an solcher Majestät. Gras und Kraut läßt er wachsen, Erdäpfel und Bäume voll saftiger Frucht. Die Kühe weiden über ihn hin, das Geläut der Herden vermengt sich mit den frommen Glocken der Kirchdörfer ringsum."
Die Sprache ist ein wenig altmodisch, wie auch die ganze Geschichte, aber sie ist sehr liebevoll geschrieben und beschreibt einen Teil meiner Heimat wie sie einmal war und in manchen Teilen auch noch ist.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Liebe Freunde aus der Bloggerwelt,
Euch allen wünsche ich mit der Weihnachtsgeschichte ein friedvolles und freudiges Weihnachtsfest im Kreise Euerer Familien oder Freunde.
Trotzdem ich jetzt das Ende dieses Jahres nicht so ganz fit erlebe,
bin ich für alles, was mir das Jahr gebracht hat sehr dankbar. Ich habe viel Schönes erlebt und mein Einstieg in die Bloggerwelt brachte neue Impulse und Inspirationen und ließ mich viele besondere Menschen kennenlernen.
Meine Freundin FF hat für mich dieses Blatt geschrieben und bemalt und es mir vor vielen Jahren zu Weihnachten geschenkt. Ich stelle es jedes Jahr statt einer Krippe auf.

Montag, 21. Dezember 2009

Die Sisi-Neuverfilmung für das Fernsehen habe ich mir teilweise angesehen. Bei solchen Produktionen bin ich von der Ausstattung immer hellauf begeistert. Die vielen wunderschönen Kostüme müssen ja entworfen und genäht werden. Und was passiert damit, wenn der Film abgedreht ist?
Ich war auch einmal im Besitz eines so herrlichen Seidenkleides. Dieses Kleid bekam ich von einer Tante geschenkt. Nach meiner Meinung mußte es aus der Zeit um 1850/1860 stammen. Es bestand aus einer traumhaften Seide mit Rosen-Wasserdruck und schwarzer und weißer Spitze.
Ich schreibe "bestand", weil ich es nicht mehr komplett besitze.
Ich hielt es für ein Museumsstück und suchte damals einen Käufer dafür. Leider bestand kein Interesse.
So ließ ich mir einen passenden Rock daraus fertigen, den ich mit einem schwarzen Seidenmieder und einer weißen Bluse als prächtiges Festtagsdirndl tragen konnte.
Das Oberteil des Originalkleides war handgenäht, mit einer Art feinerem Rupfen gefüttert und hatte eingearbeitete Fischbeinstäbchen. Auch die weiße Spitze war handgearbeitet. Später konnte ich es dann doch noch an einen Kostümsammler verkaufen.
Selbst die schlankste meiner Freundinnen paßte nicht hinein, so schmal war es von Schulter zu Schulter.
Leider passe ich zwischenzeitlich auch nicht mehr so gut in das Mieder und den Rock - irgendwie schrumpfen die Kleider, wenn sie im Schrank hängen!

Freitag, 18. Dezember 2009

Viel kann ich ja in diesem Jahr nicht dekorieren, da man immer zwei Hände braucht, um etwas hin- und herzutragen, ich aber meine zwei Hände benötige, um mich mit den Krücken fortzubewegen.
Kleinere Dinge, die ich transportieren muß, kommen in einen Stoffbeutel, den ich mir um den Hals hänge. So auch diese silbernen Anhänger. Stehen kann ich ohne Krücken-Unterstützung und
so konnte ich den Zapfen geschmückten Leuchter noch ein wenig weihnachtlicher dekorieren.
Der Leuchter sieht jetzt mit den Zapfen und dem Silberschmuck sehr schön aus.

Und als Adventskranz-Ersatz habe ich dieses Tablett weiß gestrichen und mit roten Kerzen und Silberschmuck bestückt.

Eine Freundin brachte mir einen weihnachtlichen Strauß.

Mehr wird es in diesem Jahr an weihnachtlicher Dekoration bei mir nicht geben.
Voriges Jahr hatte ich diesen schönen Christbaum im Atelier.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Herrn M hatte ich versprochen, meinen Quiltstichen einen Post zu widmen. Hier ist er nun.
Mein Lieblings-Quiltstich ist ein kleiner Vorstich, ähnlich einem sehr kleinen Heftstich. Wenn die Stoffe nicht zu dick sind und mit einiger Übung wird er schön gleichmäßig.

Auf diesem Bild kann man sehr gut erkennen, daß ich zwischen die Linien mit dem kleinen Stich, Linien mit langen Stichen gesetzt habe. Das gibt einen sehr schönen optischen Effekt.


Rechts im roten Stoff habe ich es genau so gemacht.

Da ich die Schrift nicht mit Linien durchschneiden wollte, habe ich hier Nester mit Stipple-Quilting gesetzt.

Auf dem roten Stoff ist das nicht so gut zu erkennen. In der Vergrößerung sieht man es besser.

Hier habe ich eine größere Stofffläche mit freien Quiltlinien im kleinen Stich durchzogen. Der Abstand zwischen den Linien beträgt nicht mehr als 1 cm, eher weniger.

Grundsätzlich sind meine Arbeiten sehr eng mit Quiltlinien überzogen.

Detail aus einem älteren Quilt von mir. Hier ist die Fläche mit Stipple-Quilting gefüllt.

So sieht das auf der Rückseite aus.

Der fächerförmig angeordnete Stoff wurde nur mit sparsamen Stichen "festgehalten".

Mit diesen Quiltlinien habe ich den Text quasi unterstrichen.


Bisher sind meine Arbeiten zu 90 % mit der Hand gequiltet. Ich sehe das jedoch nicht missionarisch. Ich quilte von Hand, weil ich das gerne tue.
Es gibt keine "Vorschriften" für das Quilting. Ich kann tun was ich will und meiner Phantasie freien Lauf lassen. Wenn ich will, kann ich auch gerne mal was Verrücktes probieren. Doch meist sind meine Quiltmuster sehr grafisch, die Linien eher gerade als verschlungen.

Maschinenquilten ist nicht einfacher - im Gegenteil: Man muß sehr konzentriert arbeiten, es geht ja so schnell und man bekommt leicht Verspannungen.

Eine Maschinen gequiltete Arbeit ist härter, was aber bei Art-Quilts keine Rolle spielt, da sie an der Wand hängen.

Das Quilten mit der Nähmaschine ist nicht so ganz mein Fall und kommt bei mir nur in Ausnahmefällen vor.


Hier Ausschnitte aus einem kleinen Quilt.

Mittlerweile habe ich daraus Kissen gemacht. Zu sehen in meinem Post vom 2. August 2009.

Beim Maschinen-Quilten gibt es ebenfalls keine Grenzen und Vorschriften. Allerdings bedarf das freie Quilten mit der Maschine einiger Übung.


Gerade Linien mit der Maschine sind natürlich einfach,

und bekommen ihre Wirkung durch den Abstand zwischen den Linien.

Es gibt ein sehr ausführliches Buch zu diesem Thema:





Da steht alles, aber wirklich alles, über Quilten mit seinen unendlichen Möglichkeiten darin.

Hunderte von Stichen werden vorgestellt und es gibt auch einige Kapitel, die das Quilten mit der Nähmaschine behandeln.

Ein empfehlenswertes Nachschlagewerk für jemanden, der sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte.
Sollte noch jemand Fragen haben, beantworte ich sie gerne.

Samstag, 12. Dezember 2009

In der aktuellen Mitgliederzeitschrift der Deutschen Patchworkgilde steht einiges über die Textilkunstgruppe "quinTEXsenz", der ich ja angehöre und über mich. Der Artikel über unsere Gruppe kündigt unser nächstes Projekt an:
5 LAUFMETER ICH
Jede von uns hat dazu ein Objekt, das aus einzelnen Teilen besteht, die aber ein zusammengehöriges Werk in der Gesamtbreite von 5 Laufmetern ergeben, gearbeitet.
Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Deutschen Patchworkgilde im nächsten Jahr werden unsere Arbeiten in Dortmund präsentiert.
Ich sage Euch, unsere Arbeiten sind der HAMMER!!!!!!!!
Außerdem wird zu diesen Arbeiten ein Werkbuch erscheinen, indem wir unsere Gedankengänge und unsere Arbeitsweisen dokumentiert haben.
Zusätzlich gibt es in diesem Heft einen Themerschwerpunkt: Texte und Schriften in Quilts.

Ab "Sinngebung" steht der Beitrag über mich. Die beiden unteren Fotos zeigen meine Arbeiten,.

Der Beitrag geht bis zu "Asiatische Poesie und Graffiti".

Und im Kreativ-Teil gibt es noch Hinweise von mir, wie man mit einer Schablone arbeitet.
Toll was? Ich habe mich sehr gefreut.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Hallo Ihr Lieben, seit gestern Nachmittag bin ich wieder zu Hause. Vielen Dank für Eure herzlichen Genesungswünsche! Die guten Wünsche werde ich sicher brauchen können.Es ist schon sehr mühsam, alles mit 2 Krücken zu erledigen. Aber ich denke, mit der Zeit bekommt man da auch mehr Routine. Sechs Wochen darf ich den Fuß mit nicht mehr als 15 kg belasten. Der Bruch war dann doch nicht so einfach, der Arzt bezeichnete ihn als "hinterfotzig". Das ist ja nun ein sehr bayerischer Ausdruck, aber ich denke, es verstehen alle, was es bedeutet. Jedenfalls ist das Sprunggelenk gebrochen.
Da Ihr alle sehr fleißig gebloggt habt, werden ich versuchen, das alles in nächster Zeit zu lesen, damit ich auf dem Laufenden bin.
Weihnachtsdeko hat sich erledigt, denn dazu braucht man 2 freie Hände, die mir zur Zeit nicht zur Verfügung stehen.
Trotz aller Mühsal bin ich froh, zu Hause zu sein. Ich habe mein Atelier vermißt!

Mittwoch, 25. November 2009

Komme gerade vom Arzt: Das Wadenbein ist gebrochen, nicht kompliziert, aber doch und ich muß ins Krankenhaus. Huhuhuhu................
Hiermit verabschiede ich mich für die nächsten Tage

Dienstag, 24. November 2009

Was ist nur los mit mir?

Heute habe ich mir nach dem Büro vor meiner Haustüre meinen Fuß verknackst, verdreht - was auch immer! Es ist nicht der mit der gebrochenen Zehe, sondern der andere. Ich habe höllische Schmerzen und werde morgen um den Arzt nicht herumkommen.

Mal sehen, was ich da wieder angestellt habe. So ein Mist aber auch!

Sonntag, 22. November 2009

Glücksquilts Nr. 3 und 4
Der Glückquilt Nr. 4 ist mit Vlies und Rückseitenstoff geheftet. Man kann die Heftfäden auf dem Foto gut erkennen. Ich habe in den letzten Tagen immer wieder die Stoffe umgruppiert, hin- und hergeordnet, bis die Komposition für mich stimmig war.

Detailaufnahme Glücksquilt Nr. 4

Detailaufnahme Glücksquilt Nr. 4

Der Glücksquilt Nr. 3 ist komplett fertiggestellt. So hängt er nun im Atelier.

Detailaufnahme Glücksquilt Nr. 3
Mein Quiltdesign ist hier ganz gut erkennbar.

Detailaufnahme Glücksquilt Nr. 3

Detailaufnahme Glücksquilt Nr. 3
Im Textteil finden sich Nester mit "Stipplequilting". Ich wollte die Schrift nicht mit Quiltlinien unterbrechen.

Detailaufnahme Glücksquilt Nr. 3

Und das hier zum Thema Glück:

Zur Zeit neige ich ein wenig zur Selbstverstümmelung. Es ist ja noch nicht so lange her, da habe ich mir eine Zehe gebrochen, indem ich in meinem Schlafzimmer gegen den Bettkasten gestoßen bin.
Heute knallte ich mir beim Zusammenbau einer Ikea-Kommode ein Brett gegen die Nase. Bin sofort zu meinem Kühlschrank, dort befinden sich immer Kühlpacks und habe gekühlt, was das Zeug hielt. Ich wollte unbedingt vermeiden, daß meine Nase unförmig anschwillt.
Nun habe ich eine leicht geschwollene Nase mit einer querlaufenden Schramme. Da werde ich morgen im Büro pausenlos Erklärungen abliefern müssen.

Freitag, 20. November 2009

"Pink Saturday"


Mein "Pink" hat nichts mit "Rosa" zu tun - es ist eine kräftige, ins Auge fallende Farbe. Und sie kommt in meiner Garderobe ziemlich häufig vor.

Gerne in Form von Taschen wie z.B. dieser kleinen Tasche mit Katzengesicht.

Das war meine erste pinkfarbene Handtasche. Zu den Schuhen auf diesem und dem unteren Bild habe ich eine Geschichte.

Im April fand bei Quilt & Textilkunst in München die Ausstellungseröffnung einer Freundin statt. Ich beschloß - wegen des zu erwartenden Proseccos bei der Vernissage - mit dem Zug zu fahren. Weil ich dort noch eine andere Freundin treffen würde, nahm ich eine Rolle mit Quilts mit, die von dieser Freundin zu einer Ausstellung weiterbefördert würde. So konnte ich mir den Postversand sparen. Ich hatte außer meiner (pinkfarbenen) Handtasche eine weitere Tasche dabei, in der sich zwei Leporellos befanden.


Da es ein schöner Tag war beschl0ß ich, den Weg vom Bahnhof zur Galerie zu Fuß zurückzulegen. In der Auslage eines Schuhgeschäftes stachen mir Schuhe in genau dem Pink meiner Handtasche ins Auge. Meine Schuhgröße fand ich im 1.Stock. Da es sehr warm war, zog ich meinen Mantel aus, um die Schuhe zu probieren. Es waren die Pumps vom unteren Foto. Sie paßten und sahen toll aus. Im Erdgeschoß wollte ich aber auch die pinkfarbenen Sneakers probieren, denen ich letztlich auch nicht widerstehen konnte. Die Pumps behielt ich gleich an, um sie "einzulaufen".

Ein Stückchen weiter mußte ich in einem Klamottenladen unbedingt außergewöhnliche Gehröcke anprobieren, die sich aber aus zwei Gründen als untauglich erwiesen: nicht in meiner Größe vorhanden und zu teuer!! Ich hätte aber toll darin ausgesehen!

Als ich ein weiteres Stück Weges zurückgelegt hatte, überprüfte ich meine Gepäckstücke: Handtasche, Mantel (trug ich mittlerweile über dem Arm, weil es sehr warm war), Tasche mit Leporellos, Tasche mit Schuhen - aber wo war die Rolle mit den Quilts?

Mir wurde gleichzeitig heiß und kalt! Wo hatte ich sie zuletzt gehabt? Ich meinte sicher zu sein, daß sie im Klamottenladen schon nicht mehr dabei war.

Also wieder zurück ins Schuhgeschäft. Das tat ich strammen Schrittes, denn allmählich lief mir die Zeit davon.

Im Erdgeschoß stand die Rolle nicht. Auf meine Nachfrage an der Kasse bekam ich zur Antwort, man könne mir mit einer liegengebliebenen Sonnebrille dienen. Ich hastete in den 1. Stock - und dort stand sie, genau so, wie ich sie hingelehnt hatte. Meine Erleichterung kann sich niemand vorstellen!

Mittlerweile war es 17.45 Uhr geworden und ich mußte mich beeilen, denn um 18 Uhr sollte die Eröffnung stattfinden. Als ich die Galerie erreichte, war ich schweißgebadet und hatte - dank der neuen Schuhe - Blasen an den Füßen.

Dabei hätte ich unterwegs noch so gerne einen Kaffee getrunken!



Der "Glücksquilt Nr. 4" ist in Arbeit.
Er enthält den Spruch
"Das Glück gleicht durch Höhe aus, was ihm an Länge fehlt"
(R.L. Frost).
Ach, was ist das ein schöner, weiser Ausspruch! Dieses war der erste Versuch an der Entwurfswand.

Dann habe ich umgruppiert.

Neuer Versuch mit teilweise anderen Stoffen. Das quadratische Stoffstück mit der Perlenstickerei stammt nicht von mir. Natürlich könnte ich sowas auch, aber dieses Teil schenkte mir eine Freundin. Ich dachte, hiermit könnte ich es einer Verwendung zuführen.
Doch, es gefällt mir ganz gut so!!
Mal sehen, wie es weitergeht, ich denke ich kann heute noch daran arbeiten.

Dienstag, 17. November 2009

White Wednesday 2


Niemals hätte ich geglaubt, daß ich schon wieder genug Bilder habe, um mich am "White Wednesday" zu beteiligen.

Dieses wunderschöne, große, silberne Herz habe ich mir selbst geschenkt! Es ist soooo schön!

Weißes Tablett, Kerzenleuchter aus Glas und Silber - allerdings mit blauen Kerzen. Aber ein wenig Kontrast darf sein.

Mein Werktagebuch ist auch weiß! Das ist mir noch nie so richtig aufgefallen!

Und wenn nicht gerade Farbfotos eingeklebt sind, sind auch die Seiten weiß.

In einem der Stoffregale liegt ein Stapel mit weißen Stoffen.

In diesem Buch gibt es viele wundervolle weiße Quilts.

Oder auch weiße Kissen.

Sind diese Quilts nicht ein Traum in weiß?

Sparsame Farbakzente setzen den weißen Quilt richtig in Szene.



Weißes Geschirr vom Schweden, klassisch und formschön.

Zwei Körbe, die nicht von Natur aus weiß waren. Die habe ich eigenhändig angepinselt, weil mir ein weißer Korb abhanden gekommen ist und ich unbedingt Ersatz haben wollte.

Und hier steht es weiß auf bunt: W E I S S


Sonntag, 15. November 2009

Das ist eine "Rudolfstorte" aus der Konditorei Ratzka in Salzburg. Hier und hier könnt ihr mehr Infos darüber erhalten. Diese Torte gibt es nur am Samstag und wer da nicht rechtzeitig kommt, den bestraft das Leben.Die Torte ist ein Blätterteig-Traum mit Orangen und Mandeln. Leckermäuler hätten sich gestern beim "Mädels"- Treffen (plus 1 Mann) in meinem Atelier absolut zu Hause gefühlt! Eine Salzburger Freundin hat uns mit vielen Köstlichkeiten verwöhnt. Und auf ein paar Süßschnäbel mehr wäre es nicht angekommen - denn wir haben nicht alles geschafft.

Der Tisch war vorbereitet.

Die Teekannen auch - es sollte nämlich eine "Teestunde" werden. Drei verschiedene Tees wurden zubereitet. Ich bin kein so großer Teetrinker, daher habe ich mir die Sorten aufgeschrieben:
Sunny Island
Rooibos Toffee
Orangenschwipserl
Alle drei haben ausgezeichnet geschmeckt!
Dazu gab es natürlich ganz stilecht Sahne, d.h. es gab einen ganz besonderen "Schlagobers", den ich auch löffelweise hätte zu mir nehmen können.

Diese kleinen, süßen Sauereien haben wir einfach nicht mehr geschafft! Zum Glück sind sie ja nicht so leicht verderblich und halten ein paar Tage durch.

Florentiner vom Ratzka.

Spitzbuben vom Ratzka.

Gemischte süße Verführung vom Café Fingerlos in Salzburg.

Das Foto ist zwar stimmungsvoll, aber ziemlich unscharf. Für den einzelnen Herrn gab es auch es auf Wunsch Kaffee.

Der Rehrücken stammt auch aus dem Café Fingerlos in Salzburg, sehr locker, saftig und Schokoladen-lastig!
Und weil man nach so viel Süßem nach etwas Herzhaftem lechzt, hatte ich natürlich eine deftige Wurst-/Käseplatte und verschiedene Brotsorten vorbereitet.
Aber irgendwie hatte ich anschließend ein leichtes Völlegefühl!

Mittwoch, 11. November 2009

White Wednesday - einmal möchte ich mich auch daran beteiligen!
Ganz wunderbar paßt dazu der silberne Engel, der heute von der lieben Petra angeflogen kam.
Hier blinzelt er zwischen den Teelichten hervor.

Den Stern im Hintergrund habe ich vor einiger Zeit auch von Petra erhalten. Sie hat ihn selbst geklöppelt.

Ebenso wie diesen zarten, kleinen Engel.
Vielen, vielen Dank, liebe Petra, für Deine entzückenden Geschenke. Ich habe mich riesig gefreut und gleich meine Deko damit aufgeputzt.

Ein kleiner Ausschnitt aus einem weißen Quilt von mir.




Die folgenden Bilder sind aus diesem Buch:

Alles, was darin abgebildet ist, wurde aus Papier gefertigt.

Es ist fast unglaublich!

Natürlich können diese Roben nicht angezogen werden.

Es sind reine Ausstellungsstücke.


Eine Halskrause - fantastisch, nicht wahr?

Frisur, Kleidung, Schiff - alles aus Papier!

Auch dieses zauberhafte Empirekleid.


Kleid und Schleifen: Kein Stoff, sondern Papier!



Hier nochmal alle Schätze, die heute in einem dicken Umschlag von Petra bei mir gelandet sind. Die Karte ist ganz allerliebst und in dem Engel-Tütchen befindet sich ein Weihnachtsduft. Mein ganzes Atelier riecht schon nach Zimt und Nelken.
Ich weiß nicht, ob ich mich am White Wednesday nochmal beteilige. Ich hatte ziemliche Mühe, weiße Objekte zu finden, die auch Foto tauglich und bloggenswert sind.
Außerdem war das Licht heute zum Fotografieren überhaupt nicht geeignet, viel zu düster!

Sonntag, 8. November 2009

Der Samstag begann damit, daß ich zum Markt fuhr um Verschiedenes fürs Wochenende einzukaufen. Dort befindet sich auch ein kleines, intimes Lokal, in dem ich mir hin und wieder ein Samstags-Frühstück gönne, so auch gestern.
Da kann ich neben Kaffee trinken und Frühstücksei löffeln eine Zeitung lesen oder über den Sinn oder Unsinn des Lebens nachdenken.

Ich kann aus dem Fenster schauen und Leute beobachten. Oftmals treffe ich Bekannte, die sich dann auf einen Kaffee, Latte, Capuccino oder was auch immer zu mir setzen und wir halten dann ein kleines Pläuschchen.

Hier ein Blick ins Lokal, das ungefähr die Größe und die Atmosphäre eines Wohnzimmers hat.

Und das war das Abendprogramm.
Unser Kulturverein, bei dem ich auch ein wenig mitmische, hat dieses Konzert veranstaltet.

Arthur und Charly von "hands 'n' voices" gaben ein Gastspiel und interpretierten auf ihre ganz besondere, ausdrucksvolle und zu Herzen gehende Art Songs von Elton John, Jethro Tull, Cat Stevens, Eric Clapton, Ronan Keating, Simon & Garfunkel u.a. Hier nur mal eine kleine Auswahl der Titel:
Your song
Only solitaire
The wind
Vincent
Wonderful tonight (liebe ich besonders!)
When you say nothing at all
Feelin´ groovy
Tears in haeven
Bright eyes
'
'
'
Lotte, die zierliche Tochter von Charly überraschte mit einer erstaunlich beeindruckenden und bemerkenswerten Stimme. Von ihr hörten wir:
1234 (L. Feist)
Hallelujah (Leonhard Cohen)
Love Song (Sara Bareilles)

Es war ein wundervoller Abend! Der Spaß und die Freude, die die Drei an ihrer Musik haben übertrug sich auf die Zuhörer.

Freitag, 6. November 2009

Im Kerzenschimmer kann man schöne Bücher schön in Szene setzen.
Das glänzende Buchcover spiegelt den Kerzenschein und verdoppelt ihn.

Eine Tasse Kaffee und diese neue Zeitschrift versüßen mir ein Päuschen.

Mina hat es ja schon erwähnt: Das Miss-Marple-Buch von Klaus Rödder ist erschienen: "Die haben ihre Methoden und wir die unseren, Mister Stringer". In die ersten Seiten habe ich schon reingespitzt. Die Spurensuche nach Miss Marple/Margaret Rutherford verspricht ein kurzweiliges Lesevergnügen.
(Wenn man das Bild zum Vergrößern anklickt, kommt man auf Minas Blog. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist.)


Damit keiner glaubt, ich würde mich auf der faulen Haut ausruhen. Hier der Stand meiner Quilterei am 3. Glücksquilt.

In der Vergrößerung kann man meine Quiltlinien sehr gut erkennen.

Hier sieht man, wie die Arbeit durch die Quiltlinien "lebendig" wirkt. Von jedem Blickwinkel aus verändert sich das Bild durch das Spiel mit Licht und Schatten. Darum liebe ich das Quilten so sehr. Es ist für mich genau so wichtig, wie die Gestaltung der Oberfläche durch das Zusammensetzen der verschiedenen Stoffe.

Donnerstag, 5. November 2009

Die Dekoration meines Leuchters war nun schon etwas überholt. Endlich habe ich die Lampionblumen und die bröseligen - und inzwischen auch ziemlich farblosen - Hortensien entfernt. Die Zapfen fand ich als Winterdeko passender. Ich finde, sie sehen zu dem weißen Leuchter sehr schön aus.


Macht sich auch vor dem weißen Hintergrund sehr gut.


Beim Rumkramen fiel mir das silberne Herz in die Hände, das nun zwischen den Nüssen und den Zapfen für die nächste Zeit seinen Platz gefunden hat und den Kerzenschein der Teelichter wiederspiegeln darf.

Das ist die Ausbeute an Stoffen/Vorhängen/Resten, die ich heute in der Fundgrube beim Schweden ausgegraben habe, und das zu einem wirklich fantastischen Preis!

Mittwoch, 4. November 2009

Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis der 3. Glücksquilt fertig ist und ich ein neues Foto vorweisen kann. Weil ich mit der Hand quilte (das mache ich wirklich gerne) dauert es eben seine Zeit. Außerdem liebe ich es, die Quiltlinien eng zu setzen und das verlängert die Arbeitsdauer zusätzlich. So bin ich heute in meinen Keller gegangen und habe in den Kisten mit dem verpackten gesammelten Porzellan gekramt. Und das habe ich für mein heutiges Posting herausgesucht.

Das Biedermeierservice weist schon ziemliche Gebrauchsspuren auf. Leider waschen sich Goldauflagen bei häufiger Verwendung des Porzellans ab. Ich finde das handgemalte Girlandenmuster entzückend.

Dieses Geschirr hatte ich auch ab und zu in Verwendung. Doch die Malerei leidet einfach zu sehr - selbst wenn man sorgfältig von Hand abspült. Der Deckel der großen Kanne ist nicht original, wie man sieht. Aber der einfache Ersatz paßt größenmäßig gut und fällt nicht sofort als Fremdkörper ins Auge.

Diese hübsche Tasse wollte ich Rostrose zeigen. Sie hatte in ihrem Post vom 22. August ein Flohmarkt-Foto mit der Abbildung einer ähnlichen Tasse.

Und hier noch ein paar Tee- und Kaffeekannen zum Thema Toile-de-Jouy-Muster auf Porzellan. Die grüne Kanne finde ich sehr apart, allerdings habe ich keinen grün gemusterten Toile de Jouy, um sie noch dekorativer zu präsentieren.

Sonntag, 1. November 2009

Diese Aufnahme habe ich aus dem Autofenster gemacht, als ich heute Vormittag auf dem Heimweg daran vorbeigefahren bin. Es war gerade so eine zauberhafte Stimmung.
Wie man unschwer erkennen kann, war ich in München. Gestern Abend waren wir hier essen.
Aperitif, Suppe, Fisch, Wein, Dessert und Dessertwein - hat alles sehr gut geschmeckt! Leider habe ich mir die genauen Bezeichnungen der Gerichte nicht gemerkt und fotografieren wollte ich nicht.
Letzte Woche fing ich auf dem Weg ins Büro (ich gehe zu Fuß) mit der Kamera ein paar hebstliche Eindrücke ein. Diese weiße Dame steht in einem Garten, an dem ich vorbeigehe.

Herbstlaub vor dem Bürogebäude.

Verlassener Gehsteig - nur ich bin unterwegs.

Der Blick aus meinem Bürofenster - interessante Farben und Wolkengebilde.

Freitag, 30. Oktober 2009

Anstatt am Glücksquilt Nr. 3 weiterzuarbeiten, spielte ich mit den Resten des gestern genähten Tischläufers herum. Da waren zwei Abschnitte übriggeblieben, die ich mir sofort als Grundstock für ein Kissen vorstellen konnte.
Dazu paßt doch wunderbar der blau gemusterte Toile-de-Jouy. Das gehäkelte Herz konnte nun auch endlich einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden.

Dann mußte ich natürlich auch noch ein wenig Deko fürs Foto arrangieren, damit das Kissen ins rechte Licht gerückt werden konnte.

So sieht es ganz ohne Deko aus.

Hier zusammen mit dem Läufer.

Beate hat mir eines ihrer selbst kreierten phantasievollen Monster, und zwar ein "Schutzmonster" und eine kreativ gestaltete Karte als Dankeschön für meine Hilfsaktion für ihre Beagle-Hundine Jeannie geschickt. Ganz, ganz herzlichen Dank, Beate! Ich denke, das Schutzmonster wird mir in Zukunft helfen, wenn mir das Schicksal Steine in den Weg legt.


Bei der Gelegenheit möchte ich nochmal daran erinnern, daß es immer noch Möglichkeiten gibt, Beate zu unterstützen, z.B. durch den Kauf dieses Kalenders.



Donnerstag, 29. Oktober 2009

Mit Zapfen, Nüssen und schimmernden Teelichtern läßt sich mit wenig Aufwand sehr stimmungsvoll dekorieren.



Das was unter der Deko liegt, war meine heutige Vormittagsbeschäftigung. Ich habe einen ca. 3,10 m langen Läufer für meinen großen Tisch genäht. Meistens ist so ein Läufer sinnvoller und auch schöner, als eine Tischdecke.



Das Grundmaterial wahr ausreichend vorhanden. Bei dem weißen Stoff handelt es sich wohl um Bettwäschestoff, die Häkelbordüre hatte ich mal vor vielen Jahren gefertigt. Als ich neulich was suchte, fiel sie mir wieder in die Hände.

Den Stoff mußte ich doppelt nehmen, da er sonst zu dünn gewesen wäre. Er hat ein Weiß-in-weiß-Paisley-Muster, das sehr hübsch aussieht.

Ach ja, noch was - ich habe nach Anleitung von Miss Biggi eine sehr leckere Clementinen/Ingwer-Marmelade gekocht. Das Rezept findet ihr hier.
Es ist sehr empfehlenswert, ich habe heute schon zum zweiten Mal davon gegessen. Mhmmmm!

Samstag, 24. Oktober 2009

Draußen wird es gar nicht richtig hell und abwechselnd regnet oder nieselt es. Bei diesem Wetter habe ich keine Lust, auch nur einen Schritt vor die Türe zu setzen - außer vielleicht heute Nachmittag, da bin ich zum Kaffeetrinken eingeladen. Doch mein Atelier ist bei diesem Wetter soooooo gemütlich! Das Feuer im Kaminofen lodert und die Kerzen werfen ein faltenfreundliches Licht! Was kann man sich mehr wünschen?

Da läuft einem beim Blick nach draußen doch ein wohliger Schauer über den Rücken.

Ich mag Walnüsse sehr gerne, am allerliebsten die ganz frischen Schälnüsse. Trotz der Fummelei beim Schälen kann ich mit dem Essen meist gar nicht mehr aufhören. Das hier sind allerdings schon getrocknete Nüsse.

Erika von Unsere kleine Farm hat mich gefragt, ob das Buch über Weißstickerei aus meinem vorigen Post ein Erbstück ist. Nein, ist es nicht. Ich habe es vor ungefähr 25 oder 30 Jahren gekauft. Die ursprüngliche Besitzerin (ich nehme an, es war eine Frau) hat 5 verschiedene Handarbeitshefte , die zwar die gleiche Größe hatten, aber aus unterschiedlichen Verlagen stammten, zu einem Buch binden lassen. Außer der "Weißstickerei"sind noch enthalten:

Sticken mit der Nähmaschine
aus dem Jahr 1904

Hohlsaum- und Leinendurchbruch
aus dem Jahr 1925

Cigarrenband- und Mosaik-Arbeiten
leider kein Erscheinungsjahr angegeben

Perl- und Flitter-Arbeiten
aus dem Jahr 1919

Ganz lustig finde ich, daß die Mosaik-Arbeiten nichts anderes als Patchwork-Arbeiten sind. Da gibt es zum Beispiel Anleitungen für eine Bettdecke aus Sechsecken mit der Papier-Schablonen-Methode. Oder ein Kissen mit sechszackigen Sternen, ebenfalls über Papierrauten genäht.