Mittwoch, 26. Juni 2013

Die Geschichte eines Bildes




Beim Stöbern in einem Trödelladen fand ich vor Jahren eine Art Poesie-Album. 
 Das Album war sehr schön in geprägtes Leder gebunden, enthielt allerdings nur wenige Einträge. Aus den Widmungen konnte ich entnehmen, 
dass das Album einer jungen Dame (Sängerin ?) gehört hatte. 
Die Einträge stammten von befreundeten Künstlern. 

Dieses bezaubernde Aquarell, das eine holländische Hafenszene darstellt, 
fiel mir beim Durchblättern sofort ins Auge. 
Ich war wie elektrisiert, denn ich ERKANNTE DEN MALER!!!! 
Und zwar nicht nach dem Namen (denn das Bildchen ist gut erkennbar signiert), 
sondern nach dem Genre! 
Ich wusste, ich hatte zu Hause ein Buch mit einem Artikel über ihn.



Ich erwarb das Album. 

Zuhause suchte ich sofort nach dem Maler.
Und zwar hier: "Velhagen & Klasings Neue Monatshefte 1907/1908".



Und da fand ich ihn.


Hier ein Vergleich zwischen den Abbildungen im Buch und meinem Bild.


Es ist kein Wunder, dass ich den Stil sofort erkannte, nicht wahr?


 Hans Herrmann hatte unverkennbar eine Vorliebe für holländische Motive.


Das Licht, die Landschaft, die Häfen, die Kanäle, die Menschen, all das hatte es ihm angetan.
Er malte immer wieder diese Motive. 


 Ich ließ das Aquarell rahmen und seither hängt es bei mir im Schlafzimmer. 
Dort hat es einen perfekten Platz, denn es ist keinem Sonnenlicht ausgesetzt.

Auch auf seinen ausgedehnten Reisen nach Italien und Südfrankreich entstanden viele Bilder.
 Mein kleines Aquarell stammt aus dem Jahr 1902.

Hans Herrmann wurde1858 in Berlin geboren und starb dort im Jahr 1942.

Kommentare:

  1. Liebe Renate,
    witzig, welche Wege manches manchmal nimmt, oder? Das Aquarell finde ich sehr schön und Du hast es toll rahmen lassen!!!

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

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  2. Was für eine spannende Geschichte!! Nicht nur, das es ein besonders hübsches Bild ist, es ist auch noch für einen bestimmten Menschen gemalt worden und du kennst du Hintergründe zum Maler... einfach toll!
    Liebe Grüße
    Trudi

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  3. Wunderbar. Und auf diese Weise ein unbezahlbar, besonderer Schatz! liebe Grüße, JULE

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  4. Das ist wirklich eine schöne Geschichte!
    Wie sich einem so ein Maler einprägt, und wie man nach Jahren durch den Kauf im Trödelladen wieder an ihn erinnert wird. Das ist ganz toll.
    Das ist auch genau der richtige Rahmen zu dem Bild.
    LG Gisela

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  5. Wow, das ist ja ganz was besonderes, dass Du den Maler erkannt hast! Super!
    Gruss, Emmy

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  6. Liebe Renate
    da hast du ja einen richtigen Schatz entdeckt,ich kann mir deine Freude vorstellen,das Poesiealbum hat wahrscheihnlich auf dich gewartet;.))Schon die Freude über so einen Fund ist ja unbezahlbar;.))
    ich hoffe du hast trotz diesem kühlen Wetter sonnige Tage;.))
    herzlichste u.ggl. Grüße..Petra

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  7. Schön, wenn das Leben Menschen und Dinge so zusammenführt! Der Inhalt der gebundenen Hefte muss aber auch besonders beeindruckt haben.Mit Licht muß man wirklich vorsichtig sein, es wäre ja sehr schade, wenn es ganz verblasst. Viele Grüße Karen

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  8. Liebe Renate! Welch wunderschönes Aquarell, eine Kostbarkeit, und dann die Geschichte dazu....Schööööööön!!!! DANKE!!!
    Verregnete aber fröhliche Grüße von Mareile aus Geldern am Niederrhein

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