Dienstag, 4. Februar 2014

Der Reiz des Verfalls

Diejenigen von euch, die einen Kaminofen zu beheizen haben, kennen das Problem vielleicht auch: Anzündwürfel und Anzündholz reichen nicht aus, um große Buchenscheite zu entzünden. 
Jedenfalls nicht bei mir. 
Ich brauche zusätzlich Weichholzscheite, die schneller als Hartholz in Flammen aufgehen.
Im Internet fand ich einen Bauernhof in der Nähe, der Brennholz verkaufte. 
Mein Anruf und die Anfrage nach entsprechendem Holz war erfolgreich. 
Der Bauer versprach, mir in den nächsten Tagen Kiefernholz passend zuzuschneiden.
Ich kann das Holz auch dort lassen, denn zur Zeit habe ich keinen Platz dafür. 
Bei Bedarf hole ich mir zwei große Ikea-Taschen voll Holz, 
die passen prima in den Kofferraum meines Autos.

Gleich gegenüber dem Bauernhof steht ein altes, zum Teil bereits abgerissenes Holz-Bauernhaus. 
Bei meinem zweiten Holz-Abholungstermin nahm ich meine Kamera mit, 
um ein paar Fotos zu schießen.
Leider war es ein trüber Tag. Bei Sonnenschein wären die Fotos sicher noch besser geworden.


So ein Anblick stimmt mich immer melancholisch.


Ich finde die alte, verwitterte Türe wunderschön.


Das alte Holz strahlt einen ganz besonderen Zauber aus.
Die Scheiben bestehen noch aus dem alten Glas, 
bei dessen Anblick man an eine Wasseroberfläche denken muss.



Für Obst hatte man auf der gesamten Südseite des Hauses und ums Eck herum ein Spalier angebracht.
Leider weiß ich nicht, was das für ein Baum ist.
Mir ist natürlich klar, dass die Sanierung eines solchen Gebäudes einen finanziellen Kraftakt darstellt, aber trotzdem finde ich den Verfall sehr schade.
Aber auch im Sterben sieht das Haus wunderschön aus.


Kommentare:

  1. Ein wirklich wunderschönes Haus, wäre wirklich schade, wenn es keinen Retter dafür geben würde.....
    Liebe Grüße
    Trudi

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  2. Ich mag so alte verwitterte Türen. Vielleicht findet sich jemand, der genug Geld und Kreativität hat. Da könnte man schon was draus machen.
    LG Donna G.

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  3. Liebe Renate,
    danke für deine wunderschönen Bilder!
    Ich mag sie auch, diese alten Häuser, die Geschichten erzählen können und die schon so viele Jahre bestehen, Wind, Wetter und Schicksalen trotzen... Ich komme gerade aus dem Pongau vom Schifahren, die alten Hütten dort, leider auch viele teilweise verfallen, üben auf mich immer einen großen Reiz aus. Manche alten Häuser und Hütten haben Glück und finden Leute mit Phantasie und Herz, die ihnen wieder neues Leben einhauchen und sie weiter bestehen lasst, das ist schön!
    ... und das mit dem Buchenscheiten anzünden kenn ich. Ein Glück für dich, eine solche Holzquelle in der Nähe zu haben!
    Herzlichst Christine

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  4. Ich finde die Fotos sind toll und ohne den Sonnenschein besser. Mit Sonne entstehen so viele Schatten, die vom Wesentlichen ablenken können.
    Viele liebe Grüße, Kirsten

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  5. So schade um dieses schöne Haus. Es hat sicher viel gesehen und so manches Schicksal unter seinem Dach erlebt. Die Fotos erzählen ein Stück weit davon.
    LG Christiane

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  6. Renate, diese Hausbilder sind eine Wucht.
    Ich liebe das verwitterte Aussehen von Holztüren und Holzwänden oder auch alten Balken.
    sie strahlen immer eine besondere Wärme aus und fühlen sich gut an.
    Sehr schön.
    LG
    Susanne

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