Mittwoch, 26. Februar 2014

Renates Quilt-Stories 1

Hallo Ihr Lieben!
Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, 
meinen Werdegang als Quilterin 
an Hand von Fotos und Entstehungsgeschichten einiger Quilts  zu posten.

Heute kommt die erste Geschichte und ich beginne mit meinem allerersten Quilt.



Im Jahr 1987, oder war es 1986, erweckte der Bericht über eine Quiltausstellung in der Kunst-Zeitschrift „PAN“ mein Interesse. 
Fasziniert las ich, was über die Geschichte der Quilts berichtet wurde, 
sah die Bilder der alten und der zeitgenössischen Arbeiten und dachte nur
 „das will ich auch können“.


Der Gedanke setzte sich in mir fest. 
Mir war natürlich klar, dass der Weg ziemlich mühsam sein würde, 
denn: ich konnte nicht nähen, gar nicht, überhaupt nicht. 
Auch eine Nähmaschine besaß ich nicht. 
Aber hatten nicht die Siedler-Frauen in Amerika ihre Quilts mit der Hand genäht? 
Na also, das konnte doch nicht so schwer sein! 


Leider gab es in der näheren und weiteren Umgebung keine Kurs-Angebote. 
So besorgte ich mir einschlägige Literatur. 
Zu meinen ersten Büchern mit dem Thema Patchwork und Quilt 
gehörte „Das Quiltbuch“ von Michele Walker. 
Woher ich allerdings die Anleitung für die Fertigung meines ersten Quilts hatte, weiß ich nicht mehr.


Ich wollte unbedingt einen großen Quilt nähen, kein Kissen oder etwas ähnlich Kleines. 
Der Stoffladen in der nahe gelegenen Stadt bot nur eine magere Auswahl an verwendbaren Stoffen. Die verfügbaren Muster hatte wenig Ähnlichkeit mit denen in meiner Vorstellung. 
Aber ich MUSSTE (!) mir Stoffe aussuchen, um mit der Arbeit beginnen zu können! 
Dirndlstoffe schienen noch am ehesten geeignet. 
Die Farben rosa, hellblau, weiß und braun, für die ich mich entschieden hatte, 
waren in der Zusammenstellung schon etwas gewöhnungsbedürftig, 
aber noch die beste Lösung. 
Zum Glück hatten die braunen Stoffe feine Punkte und Streifen in den passenden Farben.



Als nächstes fertigte ich mir aus festem Karton eine quadratische Fensterschablone 
in der Größe 10 x 10 cm an. 
Mit Bleistift zeichnete ich die Außen- und Innenumrisse auf die Stoff-Rückseiten, 
schnitt die Quadrate mit der Schere aus 
und nähte sie auf der inneren Bleistiftlinie von Hand zusammen. 
Um das Muster etwas aufzulockern, fügte ich lange Quer- und Längsstreifen aus braunem Stoff ein.

Schließlich hatte der Quilt die gewünschte Größe erreicht. 


Nun kam die nächste Herausforderung: 
Das Zusammenheften des Tops mit Vlies und Rückseitenstoff. 
Als auch das bewältigt war, begann ich zu quilten. 
Das war wichtig, denn es machte die Patchworkdecke erst zu einem Quilt! 
Ich ging völlig unbedarft und ahnungslos ans Werk 
und hatte daher auch keinen Schimmer, 
wie man die Anfangsknoten des Quiltfadens unsichtbar macht. 
Deshalb sind sie auf der Rückseite gut erkennbar.



Auch den Randstreifen (Binding) nähte ich mit der Hand an 
und ich platzte schier vor Stolz, 
als ich 1987 meinen ersten selbst genähten Quilt in Händen hielt.
Er maß 242 x 150 cm.


Meine Maler-Freundin FF bewunderte ihn gebührend. 
So versprach ich, ihr diesen Quilt zu schenken, 
wenn ich jemals einen zweiten fertigstellen sollte.


Er war jahrelang in ihrem Besitz und wurde viel benützt. 
Auch ihr Hund Nicki, ein Dalmatiner-Mischling, liebte ihn sehr. 
Davon zeugt noch das Loch im Rückseitenstoff. 




Weil FF der Meinung war, der erste Quilt müsste bei seiner Erschafferin bleiben, 
gab sie ihn mir vor ein paar Jahren wieder zurück.




Ich finde, durch den intensiven Gebrauch und die unzähligen Waschgänge 
sieht er inzwischen echt antik aus.


Dienstag, 25. Februar 2014

Land der Berge

Gestern musste ich einige Dinge erledigen und deshalb bin ich über Land gefahren. 
Zum Glück hatte ich meine Kamera eingesteckt und so konnte ich unser wunderschönes Berg-Panorama aufnehmen.


Ich habe links angefangen zu fotografieren......


.....bin dann über die Mitte.....


auf die rechte Seite geschwenkt.

Wer meinen Blog regelmäßig liest, kann sich vielleicht an diesen Post (klick) erinnern,
in dem ich Fotos eines alten, dem Verfall preisgegebenenen, Hauses zeigte.

Diesmal habe ich das Haus nochmal fotografiert, und zwar von der Seite, die bereits abgerissen ist.



Die Bilder wirken ohne Worte, finde ich.


Sonntag, 23. Februar 2014

Der Anfang ist gemacht!

Das bedeutet, dass ich mit dem Quilten meiner neuen Arbeit begonnen habe.


Jetzt kommen erst einmal die Grundlinien dran.


Die Feinarbeit folgt später.


Der Titel steht nun auch fest:
 "TERRA ARDENTEM" 
wird das gute Stück heissen! 
Vielen Dank an Olga Artmann (klick)
die so freundlich war, 
mir "Flammende Erde" ins Lateinische zu übersetzen.


Donnerstag, 20. Februar 2014

Eine gute Idee.....

....ist es, seine Tassensammlung auf diese Weise zu präsentieren!


Die Aufbewahrung ist Platz sparend und Staub sicher!
Tolle Idee!
Jetzt fehlt mir nur noch der Glaskasten und der entsprechende Platz.
;-)


Ist das nicht eine entzückende Sammlung?
Mit kleinen Eiffeltürmchen könnte ich mir das auch vorstellen.

Gefunden habe ich beide Bilder bei "New England Home".

Sonntag, 16. Februar 2014

Neuer Quilt

Ich habe nun beschlossen, dass das Quilt-Top von hier (klick) fertig ist. 

Die Streifen aus den zwei traumhaft schönen Kaffe-Fassett-Stoffen 
bilden die Abschlüsse zu beiden Seiten.


Dann schritt ich auch gleich zur Tat und heftete meine drei Lagen zusammen.


Dazu muss natürlich erst sämtliche Deko vom Tisch entfernt werden.
Das macht aber nichts, denn dabei bietet sich die Gelegenheit zur Veränderung.


 Jetzt bin ich wieder auf der Suche nach einem Titel. 
Wegen der Farben würde mir "Flammende Erde" gefallen. 
Könnte mir jemand diesen Titel ins Lateinische übersetzen?


 Bei meiner Knipserei ist dann noch dieses "Spiegel-Bild" entstanden.


Genießt den restlichen Sonntag! 
Hier ist es trüb und regnerisch!
Jetzt begebe ich mich ins Atelier und koche mir erst Mal eine schöne Tasse Kaffee.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Flohmarkt

Gestern Vormittag hatte ich so viel zu erledigen, 
dass mir keine Zeit für den Mittwochs-Flohmarkt blieb.
Am Rückweg von meinen Besorgungen konnte ich es doch nicht lassen, 
dem  Flohmarkt noch einen kurzen Besuch abzustatten. 
Die meisten Aussteller waren bereits dabei, ihre Schätze wieder einzupacken, 
so dass ich nur noch spärliche Reste zu Gesicht bekam.

Und doch fand ich noch dieses Schätzchen:


Es ist ein kleines Bildchen - ein Original-Aquarell - und ich finde es ganz bezaubernd.
Und es passt zu meinem bisher gesammelten Schiffs-, Boots- und Küstenbildern, 
mit denen ich die Wände des stillen Örtchens im Atelier schmücke.


Leider spiegelt sich im Glas meine Hand mit der Kamera.
Die Signatur kann ich leider nicht entziffern.

Dienstag, 11. Februar 2014

Ewas Grünes und etwas Blühendes......

......ist hier eingezogen.

Bisher hatte ich keine Ahnung, dass es auch Duft-Narzissen gibt.


Sie verströmen einen intensiven, fast möchte ich sagen balsamischen Duft.
Und sie sehen wirklich sehr hübsch aus mit den kleinen üppigen Köpfchen auf den langen Stielen.


Den kleinen Farn fand ich auch sehr hübsch und er darf hier bleiben.
(Die meisten Pflanzen überleben meine Fürsorge nicht sehr lange.)


Die Schneerosen (unteres Foto) sind schon lange bei mir, sie sind nämlich künstlich.
Normalerweise mag ich keine künstlichen Blumen, aber diese Schneerosen sehen wirklich gut aus und man kann sie - im Gegensatz zu echten - auch im warmen Zimmer stehen lassen.



Sonntag, 9. Februar 2014

Leuchter im Chanel-Look

Den Leuchter im Atelier habe ich heute neu dekoriert.
Der Kranz, den ich ihm im November (klick) verpasst hatte, 
war nun doch ziemlich ergraut und trocken.
Er sorgte im Kaminofen für ein kurzes Freudenfeuer.

Die neue Zierde des Leuchters ist Chanel-inspiriert.
Seht selbst:


Die Idee dazu bekam ich, 
weil mir gestern am Flohmarkt jemand eine lange Perlenschnur schenkte.


Also kramte ich noch andere Perlenketten hervor 
und der Leuchter erhielt einen wahrhaft fürstlichen Aufputz.


Da es unmöglich ist, 
den Rest des Ateliers dem Leuchter Einrichtungs-mäßig anzupassen, 
bleibt er für die nächste Zeit das einzige Prunkstück.

Isser nich schön?



Freitag, 7. Februar 2014

Ich liege nicht im Trend.....

....mit den Farben meines neuen Quilts.

Hier in diesem Post (klick) zeigte ich den Beginn der Arbeit. 
Eigentlich dachte ich ja, ich wäre mit dem Entwurf fertig und es würde ein kleiner Quilt werden.

Doch jedesmal, wenn mein Blick darauf fiel, wurde ich unzufriedener.
Gestern schritt ich zur Tat, bzw. setzte ich mich an die Nähmaschine und machte dort weiter, 
wo ich aufgehört hatte. 

Jetzt sieht das Top so aus:
 


Hier eine Detailaufnahme:


Nur zur Erinnerung,
so sah das Top nach meinem ersten Versuch aus:



Dienstag, 4. Februar 2014

Der Reiz des Verfalls

Diejenigen von euch, die einen Kaminofen zu beheizen haben, kennen das Problem vielleicht auch: Anzündwürfel und Anzündholz reichen nicht aus, um große Buchenscheite zu entzünden. 
Jedenfalls nicht bei mir. 
Ich brauche zusätzlich Weichholzscheite, die schneller als Hartholz in Flammen aufgehen.
Im Internet fand ich einen Bauernhof in der Nähe, der Brennholz verkaufte. 
Mein Anruf und die Anfrage nach entsprechendem Holz war erfolgreich. 
Der Bauer versprach, mir in den nächsten Tagen Kiefernholz passend zuzuschneiden.
Ich kann das Holz auch dort lassen, denn zur Zeit habe ich keinen Platz dafür. 
Bei Bedarf hole ich mir zwei große Ikea-Taschen voll Holz, 
die passen prima in den Kofferraum meines Autos.

Gleich gegenüber dem Bauernhof steht ein altes, zum Teil bereits abgerissenes Holz-Bauernhaus. 
Bei meinem zweiten Holz-Abholungstermin nahm ich meine Kamera mit, 
um ein paar Fotos zu schießen.
Leider war es ein trüber Tag. Bei Sonnenschein wären die Fotos sicher noch besser geworden.


So ein Anblick stimmt mich immer melancholisch.


Ich finde die alte, verwitterte Türe wunderschön.


Das alte Holz strahlt einen ganz besonderen Zauber aus.
Die Scheiben bestehen noch aus dem alten Glas, 
bei dessen Anblick man an eine Wasseroberfläche denken muss.



Für Obst hatte man auf der gesamten Südseite des Hauses und ums Eck herum ein Spalier angebracht.
Leider weiß ich nicht, was das für ein Baum ist.
Mir ist natürlich klar, dass die Sanierung eines solchen Gebäudes einen finanziellen Kraftakt darstellt, aber trotzdem finde ich den Verfall sehr schade.
Aber auch im Sterben sieht das Haus wunderschön aus.