Mittwoch, 30. September 2009

Ich bin wieder bei der Arbeit! Heute Vormittag habe ich zwar Holz gesägt - was sein muß, muß sein, schließlich habe ich jetzt einen Ofen zu bestücken und irgendwann ist es kalt. Weil es Herbstwetter noch so gut mit uns meint, mußte ich das ausnützen.
Doch dann bin ich schnellstens wieder ins Atelier. Der zweite "Glücks"-Quilt ist in Arbeit. Ich habe ihn bereits genäht und mit Vlies und Rückseite geheftet, so daß ich schon mit dem Quilten beginnen konnte.


Er ist das Pendant zum 1. "Glücks"-Quilt. Die Oberfläche ist wieder so ein locker gewebter Stoff mit Durchlässen, aber in grau. Dafür ist diesmal der Untergrund weiß.

Dieser Spruch mußte es diesmal sein.

Hier die Anfänge: Drucken mit Buchstaben aus dem Setzkasten.

Samstag, 26. September 2009

Der erste Quilt zum Thema "Glück" ist fertig. Gerade habe ich ihm den letzten Stich verpaßt. Leider ist das Licht zum Fotografieren nicht optimal.

So begann die Arbeit. Erst druckte ich den Text auf den durchscheinend gewebten weißen Stoff. Durch die Aussparungen im Stoff sind manche Buchstaben unvollständig. Für den Untergrund wählte ich einen handgefärbten Baumwoll-Satin von Heide Stoll-Weber, unterbrochen von einem wild gemusterten, schwarz-weiß-roten Stoff.

Die Aussparungen im Bogenmuster des weißen, locker gewebeten Stoffes quiltete ich in ganz engen Linien. Dieses Quiltmuster übertrug ich auch auf die freien, sichtbaren Flächen des roten Stoffes.

Auf der Rückseite kann man das Quiltmuster sehr gut erkennen. Ich finde es toll! Kann sein, daß ich es zukünftig noch öfter verwende.

Nach Beendigung der Quiltarbeit wird der Rand angenäht.
Und ganz zum Schluß kommt das I-Tüpfelchen. Dieser lose hängende Streifen verleiht der Arbeit die nötige Spannung und das gewisse Etwas.

Ich hoffe, mir fällt noch ein guter Titel ein.

Donnerstag, 24. September 2009

Heute geht der Spaziergang durch mein Atelier wie versprochen weiter. Ich hoffe, es ist nicht langweilig für Euch. Aber ich hatte bei meinem gestrigen Post so nette Kommentare, denen ich entnehmen konnte, daß die Atelierbesichtigung gut angekommen ist. Vielen Dank!

Die vielen Schubladen der 7 (!!!) Kommoden im hinteren Teil des Ateliers enthalten verschiedene Dinge. Hier ist es z.B. ein Quilt aus meinen Anfängen als Quilterin, wahrscheinlich 1988 entstanden.

Eine andere Schublade ist mit Farben und allerhand Malutensilien angefüllt.



Diese Schublade enthält Papierstreifen für die Anfertigung von Leporellos.


An diesem Tisch werden meine Arbeiten mit der Hand gequiltet.


Hier die Ansicht von der anderen Seite. Im Hintergrund sind Plastikboxen aufgetürmt. In ihnen befinden sich kleinere Stoffreste, nach Farben sortiert. Daneben seht Ihr die Sammlung blauen Geschirrs und die Kaffemaschine (wichtig) für die kreativen oder die Besucher-Pausen.


Ein Teil meiner Kunstbücher

befindet sich


in diesem Regal.

Die Rückseite des Regales mit meiner Ruhezone.

Hier der Blick in die andere Richtung.


Im kleinen Bücherregal stehen nur Quiltbücher und -kataloge.

Die beiden Kissen auf dem Bürostuhl sind verkauft!


Links ein Teil der 7 praktischen Kommoden, im Hintergrund der Zeichentisch.


Mein heißgeliebter Setzkasten. Damit kann ich Texte auf Stoff drucken.





Dieses sehr umfangreiche und mittlerweile auch sehr schwere Buch ist mein Werktagebuch.


Darin versuche ich alles in Wort und Bild festzuhalten, was ich so fabriziere.


Durch die vielen eingeklebten Fotos ist es ein wenig unförmig geworden. Ich fürchte, irgendwann wird es in seine Einzelteile zerfallen.
Hier ist der Rundgang zu Ende. Ich freue mich, daß ich Euch alles zeigen konnte und
ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig nahebringen, warum ich mich darin so wohl fühle.

Mittwoch, 23. September 2009

Heute lade ich Euch auf einen Rundgang durch mein Atelier ein. Meine Stoffe in den Regalen sind weit davon entfernt, geordnet zu sein.

Hier sind die fertigen Quilts aufgerollt. Man sieht es nicht, aber es liegen dahinter auch noch Rollen.

So ein bißchen nach Farben sind die Stoffe ja schon sortiert.


Im vorderen Teil des Ateliers befindet sich der Eingang (links), im Hintergrund der große Tisch, an dem nicht nur gefeiert wird. Meist hefte ich dort die Quilts zusammen.



Hinten rechts nochmal der Zuschneidetisch, im Vordergrund der Nähtisch. Gegenüber meine Designwand, an der die Quilts entstehen. Ich arbeite meist spontan an der Entwurfswand, selten nach genauen Entwürfen.

Diesen Ofen habe ich neu erstanden. Er wurde bisher noch nicht benützt. Doch die Zeit wird kommen - eilt aber nicht!

Jetzt sind wir wieder zurück am großen Tisch, er ist übrigens 2,60 m lang und verdammt schwer. Ich kann ihn alleine nicht bewegen.

An sonnigen Tagen verhindern die Markisen vor den Fenstern daß sich der Raum zu sehr aufheizt.

Das war der vordere Teil meines Ateliers, demnächst zeige ich Euch noch den hinteren Teil des Raumes.


Sonntag, 20. September 2009

So, nun ist es 12 Uhr mittags (high noon) am 20. September und ich erkläre meine Herzchenverlosung als beendet. Hier alle Teilnehmerinnen.

Die erste wird gezogen.

Tata - tata - tata - es ist Rostrose. Sie darf sich aussuchen, ob sie das kleinere oder das größere Herz mag.

Die Gewinnerin es zweiten großen Herzchens wird gezogen.


Es ist Nostalgie&Garten.

Die restlichen drei sollen aber auch nicht leer ausgehen. Ein kleines Trost-Herzchen wartet auf sie.
Ich habe mich sehr gefreut, daß Ihr alle teilgenommen habt.


Donnerstag, 17. September 2009

Ergänzend zu meinem Post mit den Porzellantassen möchte ich folgendes erzählen. Viele Jahre habe ich alles mögliche gesammelt, alle alten Dinge übten eine unwiderstehliche Faszination auf mich aus. In der Hauptsache war es Porzellan, aber auch Bücher - vor allem Kinderbücher -, Stickbücher, altes Spielzeug, und, und, und................
Der Grund, daß mich alte Dinge so anzogen, lag wohl darin, daß meine Eltern Heimatvertriebene waren, d.h. sie kamen nach Bayern in ihre neue Heimat und besaßen nur das Allernotwendigste. Es gab also bei uns zu Hause keine Familienerbstücke, kaum etwas, das eine Geschichte erzählte.
Nur diese Zeichnungen hatte meine Mutter gerettet. Ein befreundeter Maler hat mich als Baby mehrmals gezeichnet, ganz von sich aus, ohne einen Auftrag dafür zu haben.


Heute freue ich mich natürlich sehr, daß diese Bilder überlebt haben.

Das ist das erste Bild von mir, da war ich 6 Wochen alt.


Meine Mutter erzählte mir, daß es für den Maler sehr schwierig war, die Zeichnungen anzufertigen. Es mußte schnell gehen und ich sollte mich so wenig wie möglich bewegen. Wie sagt man das einem Baby? Meine Mutter versuchte dann, mich mit irgend etwas abzulenken, bzw. zu erreichen, daß ich auf einem Punkt, z.b. ihre Hände, schaute. Sehr witzig finde ich auch, daß er beim Zeichnen immer mit den Nasenlöchern begann.
Meine Sammelwut hat inzwischen nachgelassen, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Ich meide Flohmärkte, weil ich glaube, daß ich schon mehr als genug habe. Eigentlich sollte ich selbst am Flohmarkt verkaufen! Aber dazu habe ich auch keine Lust.

Also heute gibt es die richtigen Tassen mit den richtigen Untertassen. Hier erstmal ein Blick in die Vitrine mit meinen "Lieblingsstücken".
Das ist die Tasse von gestern, aber mit der entsprechenden Untertasse. Sie ist innen fast komplett vergoldet, am Boden sind golden Kreise eingezeichnet.


Das ist die Untertasse von gestern mit der dazugehörigen Tasse. Sie hat innen einen breiten Goldrand, dann eine zierliche Bordüre und am Boden einen golden Kreis. Leider sind die Fotos vom Innenleben der Tassen nichts geworden.





Mittwoch, 16. September 2009

Meinen ausgeprägten Porzellantick versuche ich nun seit Längerem unter Kontrolle zu halten, es gelingt mir auch so leidlich. Viele Jahre sammelte ich alte Tassen und ich schwöre Euch, ich habe wirklich VIELE!!!!!!!!!!! Heute zeige ich eine der schönsten aus meiner Sammlung. Das ist eine Biedermeier-Tasse von KPM.
Die eine oder andere Tasse werde ich in Zukunft sicher noch zeigen. Ein kleiner Teil der Sammlung steht bei mir im Wohnzimmer in einer Vitrine, ein größerer Teil ist in Kartons verpackt. Der Nachteil solcher Sammlungen ist, daß sie irgendwann ein zu großes Ausmaß annehmen und wenn dann alles vollgestellt ist, hat man das Bedürfnis nach Freiraum und leeren Flächen. Alles hat seine Zeit.........
Hach, jetzt ist mir gerade aufgefallen, daß ich die Tasse mit der falschen Untertasse fotografiert habe. Morgen fotografiere ich nochmal: Diese Tasse mit der passenden Untertasse und diese Untertasse mit der passenden Tasse. Verstanden?

Montag, 14. September 2009

Heute möchte ich von einem Projekt in unserer Gemeinde erzählen. Im Jahr 2007 wurde das "Haus der Kultur" eröffnet und am gleichen Tag fand ein "Tag des offenen Ateliers" der Ainringer Künstler statt. Zu diesen Anlässen dachten wir uns folgendes aus: Überall lagen zugeschnittene Stoffstreifen und wasserfeste Filzstife aus. Jeder Besucher wurde aufgefordert, seine Wünsche, Gedanken, Zitate oder was auch immer ihm einfiel, auf einen der Stoffstreifen zu schreiben, Thema "1000 Inspirationen für Ainring".
Es kamen viele schöne Sprüche zusammen, herzliche Wünsche für die Gemeinde, eigene Wünsche, sogar Noten wurden aufgemalt.

In einer schwachen Stunde hatte ich versprochen, die Stoffstreifen zu einem Quilt zusammenzufügen. Es war ziemlich mühsam, dem ganzen ein einigermaßen ansprechendes "Gesicht" zu verleihen.


Im Winter 2007/2008 (siehe die Weihnachtstasse!) nähte ich was das Zeug hielt.

So sieht der fertige Quilt aus. Der innere Teil ist mit der Maschine, der dunkelblaue Rand mit der Hand gequiltet.

Während der Verleihung des Kulturpreises der Gemeinde im Rahmen eines wunderschönen Konzertes wurde auch der Quilt "enthüllt" und fand seinen Platz im "Haus der Kultur".

Freitag, 11. September 2009

Zur "blauen Stunde" konnte ich an diesem trüben, regnerischen Tag zum ersten Mal die Kerzen anzünden.
Das war sehr romantisch und gemütlich.

Ich hatte Besuch von Freunden aus meiner Jugendzeit. Wir haben über dies und das gesprochen und auch alte Fotos angeschaut.

Dieses Foto von mir habe ich noch nie gesehen und ich hätte mich bald selbst nicht erkannt. Da war ich ungefähr 18 Jahre alt.

Um die Chancen zu vergrößern, habe ich ein zweites Herz genäht.
Das ist etwas kleiner, als das erste.

Unter den Kommentaren zum gestrigen (10. September) Post werden diese beiden Herzen verlost.


Der 20. September ist der Stichtag. Der erste Gewinner darf sich aussuchen, welches er möchte.


Donnerstag, 10. September 2009

Ach, ich freu´ mich ja so! Zur Feier des Tages habe ich schon Zwetschgendatschi mit Schlagsahne gegessen und dann habe ich dieses Herzchen produziert! Und weil dies ein so besonderer Tag ist, würde ich das Herzchen unter meinen Kommentarschreiberinnen und -schreibern verlosen. Sagen wir mal, alle die bis zum 20. September einen Kommentar zu diesem Post schreiben, haben die Chance, das Herz zu bekommen. Vorausgesetzt natürlich, es gefällt Euch!
Der Grund, daß ich so guter Stimmung bin, liegt darin, daß ich heute Besuch im Atelier hatte.

Ich habe auch ein klein wenig herbstlich dekoriert - mit Dekos bin ich eher sparsam und nicht so überaus einfallsreich. Aber so gefällt mir der Leuchter recht gut. Kerzenlicht wirkt natürlich erst in der Dämmerung, deshalb habe ich aufs Anzünden verzichtet.


Das ist ein Blick in meine Herbst-Deko-Fundus-Schachtel. Die Lampionblumen und getrockneten Hortensien sind nun schon ein paar Jahre alt und sehr empfindlich. Die Hortenisen bröseln schon, wenn man sie nur scharf anschaut. Und die Lampionblumen sind brüchig wie altes Pergament. Beim Auffädeln auf Draht wurde meine Geduld auf eine harte Probe gestellt.



Mittwoch, 9. September 2009

In dieser oberbayerischen Bilderbuch-Landschaft war ich heute unterwegs. Eine Kulisse wie aus einem Heimatfilm.

Es könnte auch eine Fernsehserie wie "Bergdoktor" oder "Forsthaus Försterhaus" hier spielen.


Die Himbeeren sind leider etwas unscharf. Aber sie haben das Foto eh´ nicht lange überlebt.



Sonntag, 6. September 2009

Ich liebe das Handquilten und setze Quiltlinien bei meinen Arbeiten gerne als zusätzliches gestalterisches Element ein.
Bei diesem neuen Quilt werden die Flächen, bei denen der Unterstoff durchscheint, sehr eng gequiltet. Ich glaube, das gibt überraschende Effekte!

Man wird es aber erst sehen, wenn das Teil fertig ist.

Da die Handquilterei sehr zeitaufwändig ist, brauche ich nebenbei Unterhaltung. Am besten eigenen sich Hörbücher, am liebsten mag ich Krimis. Leider habe ich gerade keine neuen, also höre ich in CD´s rein, die ich schon kenne. Im Augenblick ist das "Acqua Alta" von Donna Leon, gelesen von Christoph Lindert. Dieser Mann hat eine Super-Stimme!

Donnerstag, 3. September 2009

Zuletzt hatte ich Rostrose versprochen, mal von meinen alten Büchern etwas zu zeigen. Dieses Buch ist ja nicht sooooo alt (1939-1941), aber ich finde es besonders originell. Zu dem quadratischen Büchlein gehört auch noch ein Schuber.

Sehr schön ist die Widmung auf der ersten Innenseite: "Von einer jungen Dame, die keine Widmung verfassen wollte - obwohl sie´s sehr wohl vermocht hätte." März 1944

Es ist eine Liebesgeschichte in Briefen, mit Kennenlernen, Verabredungen, Eifersucht, Versöhnung, Hochzeit.


Begleitkärtchen zu Blumen sind eingeklebt.




Der erste Beweis der Eifersucht: die zerrissene Einladung zu einer Garden-Party bei der Nebenbuhlerin Lydia. Übrigens: Er ist hingegangen!





Es gab aber auch wieder eine Versöhnung.


Und die Rückkehr zur normalen Beziehung.


Und natürlich ein Happy End!



Es ist eine Geschichte wie aus dem richtigen Leben.