Donnerstag, 21. Oktober 2021

Der Baum vor meinem Atelier

Bei dem Baum vor meinem Atelier handelt es sich um einen Bergahorn. Gepflanzt wurde er im Jahr 2009. Vorher stand da eine Birke. Ich liebe Birken. Sie geben einen schönen lichten Schatten, bewegen sich anmutig im Wind, zittern hin und her und tun......was? Die Bezeichnung für das, was Birkenblätter tun, fehlte schon Kurt Tucholsky ("Mir fehlt ein Wort"): "Ich werde in das Grab sinken, ohne zu wissen, was Birkenblätter tun". 

Aber ich schweife ab .

Als im Zuge von Straußenbauarbeiten die Birke zu meinem großen Bedauern weichen musste, wurde seitens der Gemeinde versichert, dass nach Beendigung der Arbeiten wieder ein Baum gepflanzt werden würde. Vor der Pflanzung kamen alle Bewohner der Häuserreihe zusammen, um abzustimmen, welcher Baum es denn sein würde. Ich war dafür, wieder eine Birke zu pflanzen, was mir den Unmut und viele böse Blicke einbrachte. Alle waren dagegen. "Die Birke macht soviel Schmutz", war das einzige Argument, aber da waren sich alle einig. Übrigens hatte offensichtlich keiner mit einer Pollen-Allergie zu kämpfen. Dieses Argument hätte ich verstanden.



So wurde also ein Berg-Ahorn gepflanzt. Damals wusste ich nicht, dass die Belaubung des Bergahorn so dicht ist, dass kein Sonnenstrahl sie durchdringen kann. Was natürlich auch eine  Auswirkung auf das Licht in Wohnung und Atelier hat.  


Nun ist er schon ziemlich groß geworden und die Herbstfärbung fängt an, ihn golden leuchten zu lassen. Leider heute ohne Sonne.




Mittlerweile besteht eine Haß-Liebe zwischen mir und dem Bergahorn. 
Wenn die Sommerhitze groß ist, bin ich um den Schatten froh. 
Aber trotzdem hätte ich lieber eine BIRKE!!!!.

Übrigens: KEINER der Bewohner, die sich damals so vehement gegen eine Birke ausgesprochen hatten, wohnt noch hier in der Häuserzeile!

Meinen Beitrag habe ich bei Astrids Linkparty hier verlinkt. 

Freitag, 15. Oktober 2021

Freitags-Blumen am 15. Oktober 2021

 So einen Freitags-Blumenstrauß hatte ich noch nie. 

Mangels anderer attraktiver Angebote nahm ich diese Gewächse - ich mag sie eigentlich nicht als Blumen bezeichnen - vom Supermarkt mit. 


Es handelt sich dabei wohl um Zierkohl, den ich noch mit ein paar letzten Dolden der "Annabelle" aufgehübscht habe. 

Ich hoffe, mein Gebinde macht sich gut bei den übrigen Freitags-Blumen von Holunderblütchen


Mittwoch, 13. Oktober 2021

Neuer Quilt "FUNNY BUUBLES"

Und wieder ist ein Quilt entstanden! 

Die Kreise haben es mir zur Zeit angetan. Sie verteilen sich auf einem aus großen Stoff-Elementen gestalteten Untergrund und vermitteln einen fröhlichen Eindruck. 

Deshalb bekam der Quilt auch den Titel: 

"FUNNY BUBBLES" 



Bei dem Stoff in der Mitte mit den lateinischen Textfragmenten handelt es sich um Seide. Ich verwende Seide nicht sehr gerne, da sie in jeder Weise, vor allem gegen Licht empfindlich reagiert. Aber beim Durchsuchen meiner Material-Vorräte fiel mir dieses Stück in die Hände und weil es so schön ist, beschloss ich, es zu verwenden.
Um der Seide Stabilität zu geben, habe ich sie auf Bügelvlies aufgebügelt. Der lateinische Text ergibt - glaube ich - nicht viel Sinn. Da ich aber des Lateinischen nicht mächtig bin, kann ich es nicht beurteilen.


Detail

Detail

Hier noch die Größe des Quilts: 125 x 117 cm (LxB).

Freitag, 8. Oktober 2021

Flower-Friday am 08. Oktober 2021

 

Heute gibt es einen Freitags-Blumen-Strauß ganz nach meinem Geschmack!


Margret hat ihn mir mitgebracht. 


Der Strauß enthält alles, was ihr Herbstgarten zu bieten hat.


Er ist einfach eine Augenweide!


Damit kann ich mich zu den übrigen Freitags-Blumen von Holunderblütchen gesellen. 


Mittwoch, 29. September 2021

Warum ein Artikel mich veranlasste, Bilder in meiner Küche zu fotografieren

Von der  Autorin Lee Randall  erschien im Geo Magazin ein Artikel mit dem Titel

"Warum wir unseren Krempel lieben sollten".

Der Artikel sprach mich sehr an, liebe ich doch auch all meinen "Krempel". Ich mag die Dinge, die mich umgeben, betrachte sie mit Befriedigung und erfreue mich an ihnen. Sie geben mir das Gefühl "hier bin ich zu Hause" und ich glaube sogar, sie beflügeln meine Kreativität!

 Dazu gehören meine Bücher, meine gesammelten Porzellan-Schätze, Dinge aus meiner Vergangenheit an denen ich hänge, meine Stoffe, meine Quilts......", bestimmt fehlen noch einige Dinge! 

"In den Dingen manifestiet sich die Persönlichkeit ihrer Eigentümer" , behauptet der Psychologe Mihály Csíkszentmihály. "Sie binden uns ein in die Gegenwart, seien Erinnerungen der Vergangenheit, Wegweiser in die Zukunft. "

So habe ich heute die Bilder, die in meiner Küche hängen, mit anderen Augen betrachtet. 


Dieses, in naiver Manier auf Karton gemalte Bild, zeigt das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits. Sie stammten aus dem Sudetenland und mussten ihre Heimat bei Kriegsende unter Zurücklassung all ihrer Besitztümer verlassen. Wie dieses Bild gerettet wurde, ist mir leider nicht bekannt, aber vielleicht wollten sie wenigstens ein Bild ihres ehemaligen Zuhauses behalten und retten. Das Bild ist signiert und datiert mit der Jahreszahl 1940. 
Ich liebe dieses Bild, es zeigt eine idyllische heile Welt, die aber zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr existierte.


Das runde Bild ist der Deckel einer von mir vor vielen Jahren bemalten Spanschachtel, deren Korpus irgendwann kaputt gegangen ist. 


Vorbild für das Motiv war ein Bild von Marlis Hoops aus dem Buch "Katzenmärchen aus aller Welt".

Wenn noch jemand unter euch ist, der seinen Krempel liebt und an ihm hängt, der sollte den Artikel von Lee Randall lesen. Ich glaube, sie hat recht: Wir sind die Dinge die uns umgeben!





Empfohlener Beitrag