Am Samstag, dem 28 Juni 2014 um 18 Uhr
wird die Ausstellung
"Zeichen der Zeit"
zusammen mit
"Nancy Crow: Self-Portraits - Mono-Prints"
eröffnet und ist dort bis 31. August 2014 zu besichtigen.
Leider ist es mir selbst nicht möglich, hinzufahren,
aber vielleicht hat ja die eine oder andere von euch die Möglichkeit,
die Ausstellungen in Heidelberg zu besichtigen.
Ich erinnere mich, dass ich mich sehr geehrt fühlte,
als ich zur Teilnahme an dieser Ausschreibung eingeladen wurde.
Anfangs fiel mir der Zugang zu diesem Thema schwer,
da ich meine Quilts als Kompositionen von Farben, Formen und Material betrachtete
und kaum sozial- oder gesellschaftskritische Themen darin verarbeitete.
Aber der 1. Satz unseres Grundgesetzes
"Die Würde des Menschen ist unantastbar"
beschäftigte mich schon lange und schien mir
als Thema für meinen Quilt geeignet.
Die Ausschreibung zu dieser Ausstellung gab mir den nötigen Anstoß,
mich damit auseinanderzusetzen.
Bei Recherchen fand ich einen Artikel des Journalisten Rudolf Kuhr
dessen Text mir aus der Seele sprach.
Ich integrierte folgende Auszüge davon in meinem Quilt:
„Die
Würde des Menschen ist unantastbar.
Dieser Satz wird oft und gerne zitiert.
Als
Forderung, als Ermahnung, als Beweis unserer Kultur.
Seit über 60 Jahren steht
diese Aussage von der
Unantastbarkeit der Menschenwürde an erster Stelle
unseres Grundgesetzes.
Das ist wohl einmalig in der Welt.
Wie sieht es mit
dieser Aussage in der Praxis aus?
Wie oft wird sie täglich widerlegt?
Der
Inhalt kann ja wohl nicht so falsch sein!
Was ist Würde?
Kaum jemand kann es
erklären, obwohl fast alle wissen, was gemeint ist.
Woraus besteht sie? Wie
entsteht sie?“
Die
strenge grafische Form des Entwurfs und die von mir gewählten Farben
unterstreichen
zusätzlich die Aussage des Textes.
Hier seht ihr mich beim Drucken des Textes.
Wer den Text genau betrachtet und über Kopf liest, kann erkennen, dass ich mich verschrieben habe.
Mir ist ein Buchstabe abhanden gekommen! :-)



